Hautpflege

5 Tipps gegen trockene Winterhaut

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Berlin -

Trockene Luft außerhalb und innerhalb der Wände – die kalte Jahreszeit belastet auch das größte menschliche Organ: Die Haut wird mit zunehmender Kälte spröde und rissig. Wer sich im Winter gut pflegt, ausreichend ernährt und trinkt, wird mit gesunder Haut belohnt. Schon mit einfachen Methoden können Betroffene sich helfen. Fünf Tipps gegen trockene Haut in den Wintertagen.

Tipps eins: Nur in Maßen duschen – oder wissen „wie“. Wasser zerstört bekanntermaßen die Hydro-Lipid-Barriere auf der Epidermis, genauer die wasserabweisende Schicht der Hornzellen mit den Talgfetten. Dadurch verdunstet bei Heizungs- oder trockener Winterluft das Wasser in der Epidermis umso stärker. Je wärmer das Wasser, um so schneller die Zerstörung. Wer längeres Baden und zu heißes Duschen über 35°C im Winter reduziert, hat mehr von seiner Haut. Oder er polstert seine Haut durch ein Ölbad simultan wieder auf.

Tipp zwei: Richtige Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis einer gesunden Haut. Wer zu wenig trinkt, wird schnell von seiner Haut daran ermahnt: Etwa 1,5 Liter Wasser empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene bis 50 Jahre, darüber hinaus sollten es noch 1,2 Liter sein. Fische (Lachs) und fetthaltige Gemüsesorten (Avocado) sichern die ausreichende Versorgung mit gesunden Fette.

Als Quelle für die antientzündlich und antipruriginös wirkende Alpha-Linolensäure sind Öle aus Leinsamen, Walnüssen, Raps und Soja geeignet, ebenso wie Lachs oder Thunfisch. Ebenfalls aus Nüssen, Samen, Lebertran, Lachs und Hering gewinnt der Körper Linol- und Linolensäuren – essentielle Fettsäuren für die Haut, die er selbst nicht bilden kann. Wer ungern Fisch oder Nüsse isst, kann im Winter auch zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) mit Fischölen oder DHA- und EPA-Estern greifen.

Tipps drei: Richtig vorbeugen. An Tagen mit weniger als 7°C ist die Luft trockener, die talgproduzierenden Zellen stellen ihre Tätigkeit ein. Im Idealfall schützt ein dünner Hydrolipidfilm die Haut vor dem Austrocknen. Eine Kälteschutzcreme, auch Cold Cream genannt, kann das Gesicht auf langen Spaziergängen vor dem Austrocknen schützen. Allerdings: Eine dicke Fettschicht mit sich darunter ansammelndem Wasser ist idealer Nährboden für Bakterien, Pilze und Entzündungen. Deswegen gilt es, die Schutzschicht im Warmen schnell wieder abzunehmen. Empfindliche Menschen sollen in Cremes besser auf Emulgatoren verzichten; setzen können sie dagegen auf gute Öle wie Olivenöl oder Sheabutter und feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie Aloe Vera und Harnstoff. Auch lipidregulierend-antientzündliche Stoffe wie die Omega-6-Fettsäure Linolsäure dürfen in „Winter-Cremes“ gerne enthalten sein.

Tipp vier: Juckreiz richtig behandeln. Juckreiz kann ein Warnzeichen für zu geringe Feuchtigkeitssättigung der Haut sein. Nur bei schuppenden Trockenheitsekzemen sind Fettcremes indiziert. Bei Juckreiz ist die Pathogenese von entscheidender Rolle, denn er kann ein Warnzeichen für diverse Haut-, Stoffwechsel-, Infektions- oder Organerkrankungen sein. Die Symptome werden lokal mit kortisonhaltigen Cremes oder Lotionen, gerbenden Kompressen und kühlenden Gelen behandelt. Als Mittel der ersten Wahl bei unklarer Ursache von Juckreiz werden systemisch außerdem H1-Antihistaminika eingesetzt. Chronisch wird Pruritus laut Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) übrigens ab einer Dauer von über sechs Wochen.

Tipp fünf: Sonnenspaziergänge machen. Die positiven Einflüsse der Sonne lassen sich nicht nur gegen den Winterblues, sondern auch für unsere Haut nutzbar machen. Die Sonne regt Durchblutung, Stoffwechsel und Atmung an. Nicht zu vernachlässigen: Der benötigte Vitamin-D-Bedarf des Menschen wird bis zu 80 Prozent über die Haut gedeckt. Nur durch genügend Licht kann ausreichend Sonnenvitamin hergestellt werden. Schon ein 15-minütiger Aufenthalt an freier Luft genügt.

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