Navigation

Internationales

Arzneimittelversorgung

Hersteller hoffen auf Brexit-Deal

Brexit: Der BAH freut sich über den Ausstieg-Vertrag in letzter Minute. Der muss aber noch durchs britische Parlament. © Foto: Pixabay

Die Arzneimittelversorgung in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und in Großbritannien scheint bis auf Weiteres gesichert. Unterhändler der EU und Großbritanniens haben sich heute auf einen Brexit-Vertrag geeinigt. Damit ist die Chance deutlich gestiegen, dass der sogenannte „harte“ Brexit quasi in letzter Minute verhindert wird. Gemäß der Vereinbarung könnten damit auch in der Arzneimittelversorgung nun bestimmte Detailregelungen übergangsweise bis mindestens Ende 2020 weiter gelten, begrüßt der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH).

Mehr »
WHO-Studie

So locken andere Länder Apotheker aufs Dorf

Fernab und doch dabei: In mehreren Ländern der ehemaligen Sowjetunion können Studenten mit Staatsstipendium Pharmazie studieren, wenn sie sich verpflichten, danach auf dem Land zu arbeiten. © Foto: Uralsk Review

Die Schere zwischen der Versorgungslage in den Städten und auf dem Land geht auseinander – das ist kein rein deutsches Phänomen. Verschiedene Länder gehen allerdings unterschiedliche Wege, um die flächendeckende Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Eine kürzlich von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Studie gibt Einblick in regulatorische Gestaltungsmodelle mehrerer dutzend europäisch-asiatischer Staaten.

Mehr »
Risperdal

Milliarden-Urteil gegen Johnson & Johnson

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson ist wegen eines Medikaments, das Männern angeblich die Brüste wachsen lässt, zu milliardenschweren Strafzahlungen verurteilt worden. © Foto: J&J

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson ist wegen eines Medikaments, das Männern angeblich die Brüste wachsen lässt, zu milliardenschweren Strafzahlungen verurteilt worden. Eine Geschworenenjury in Phialdelphia sprach einem Kläger Schadenersatz von 8 Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) zu, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Nebenwirkungen des Antipsychotikums Risperdal. verschwiegen zu haben, die angeblich zu unerwünschten
Brustvergrößerungen bei männlichen Patienten führen. 

Mehr »
USA

Mehr Tote und Verletzte durch E-Zigaretten

Unterschätzte Risiken: In den USA steigt die Zahl der Opfer von E-Zigaretten. © Foto: Elke Hinkelbein

Das Rätsel ist noch immer nicht gelöst: 18 Menschen sind in den USA mittlerweile nach dem Gebrauch von E-Zigaretten gestorben. Bestimmte berauschende Stoffe stehen unter Verdacht, der Auslöser zu sein.

Mehr »
Insolvenzverfahren

Klage gegen Millionen-Boni von Purdue

Opioid-Krise: Mehrere US-Bundesstaaten klagen gegen den insolventen Schmerzmittel-Hersteller Purdue Pharma. Dieser will Mitarbeitern Sondervergütungen in Höhe von 38 Millionen Dollar auszahlen. © Foto: Elke Hinkelbein

Ein Bündnis von US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen millionenschwere Boni-Pläne des umstrittenen Schmerzmittel-Herstellers Purdue Pharma vor. Es gehe um Sondervergütungen in Höhe von 38 Millionen Dollar (rund 34,6 Millionen Euro), die das Unternehmen trotz seines Insolvenzantrags auszahlen wolle, sagte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James.

Mehr »
Schmerzmittel

Millionenvergleich: J&J wendet Prozess ab

Johnson & Johnson schließt in den USA einen Millionenvergleich ab, um einen Prozess um Schmerzmittel zu verhindern. © Foto: J&J

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat einen wichtigen US-Gerichtsprozess um Schmerzmittel mir einem Vergleich abgewendet. Das Unternehmen teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, sich mit zwei Bezirken im Bundesstaat Ohio auf Zahlungen von insgesamt 20,4 Millionen Dollar (18,7 Mio Euro) geeinigt zu haben.

Mehr »
Pilotprojekt mit Google

Walgreens liefert Arzneimittel mit Drohnen

Fliegende Medikamente: Die Apothekenkette Walgreens führt gemeinsam mit Google ein Pilotprojekt durch, bei dem Arzneimittel in Minutenschnelle per Drohne ausgeliefert werden. © Foto: Walgreens Boots Alliance

Walgreens will seine Kunden künftig in Minutenschnelle mit Arzneimitteln beliefern. Dazu testet die US-Apothekenkette ab Oktober gemeinsam mit FedEx und der Google-Tochter Wing Aviation die Belieferung mit Drohnen. Das Pilotprojekt wird vorerst in einer Stadt durchgeführt, soll aber bei entsprechender Nachfrage später landesweit ausgerollt werden.

Mehr »
Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite

Das Tafelsilber gerettet? Der New Yorker Staatsanwaltschaft zufolge hat die Eigentümerfamilie von Purdue und Mundipharma eine Milliarde US-Dollar auf Schweizer Konten verschoben. © Foto: APOTHEKE ADHOC

Im Streit um Schuld und Sühne des US-Pharmakonzerns Purdue ist derzeit viel Bewegung: Nachdem bekannt wurde, dass die Eigentümerfamilie Sackler über 10 Milliarden US-Dollar für einen Vergleich zahlen will, wird dem schwerreichen Clan nun vorgeworfen, sein tatsächliches Vermögen verschleiern zu wollen. Der New Yorker Generalstaatsanwältin Leititia James zufolge hat die Sackler-Familie rund eine Milliarde Euro in die Schweiz überwiesen, um sie vor dem Zugriff der US-Behörden zu verstecken.

Mehr »
DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette

Sicherheit aus der Tüte: DisposeRx bietet ein Pulver, mit dem Arzneimittel umweltfreundlich und sicher entsorgt werden können. © Foto: DisposeRx

In den USA nehmen immer mehr Apotheken- und Einzelhandelsketten ein Produkt in ihr Sortiment, das Patienten eine sichere Entsorgung von Arzneimitteln erleichtern soll: DisposeRx ist ein Pulver, das in Kombination mit Wasser ein festes Gelee bildet, das Wirkstoffe binden soll. Damit wollen Hersteller und Verkäufer nicht nur die Umweltbelastung durch Arzneimittel verringern, sondern auch den Missbrauch von Opioiden verhindern.

Mehr »
12-Milliarden-Vergleich

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma

Verkauf zur Finanzierung des Vergleichs: Mundipharma soll abgestoßen werden, um die 12 Milliarden US-Dollar für einen Vergleich im Streit um die US-Opioidkrise aufzubringen. © Foto: Mundipharma

Es ist bestätigt: Der Mundipharma-Mutterkonzern Purdue hat sich im Streit über seine Mitverantwortung für die Opioid-Krise in den USA mit mehr als 2000 Kommunen, Bundesstaaten und Krankenhäusern auf einen Vergleich verständigt. Neben Zahlungen von 12 Milliarden US-Dollar wurde beschlossen, dass Purdue in die Insolvenz geht und dann unter dem Dach einer Treuhandgesellschaft den Betrieb wieder aufnimmt: Das umstrittene Opioid-Schmerzmittel Oxycontin soll weiter produziert und vertrieben werden, die Erlöse aber in die Entschädigung Betroffener fließen. Die Rechtsstreitigkeiten dürften damit aber noch nicht beendet sein.

Mehr »
  • insgesamt 238 Seiten