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Apothekenpraxis

Beratung rettet Leben

„Dann kann nur die Apotheke vor Ort helfen“

Potentiell lebensrettende Beratung: Mats Sibanc kennt die Vorteile seiner Vor-Ort-Apotheke gegenüber den Versendern sehr gut. © Foto: Mats Sibanc

Apotheker sind oft Helden des Alltags – doch die Gesellschaft um sie herum vergisst das meist. Das Image des Berufsstandes könnte besser sein. Umso wichtiger, dass die Bedeutung der Apotheke vor Ort ausreichend öffentlich dargestellt wird. Apotheker Mats Sibanc hat das auf Facebook getan und dafür viel Zustimmung geerntet. Gleich in zwei Fällen zeigte er auf: Hätten sich die Patienten an eine Versandapotheke gewandt, hätte das fatale Folgen haben können.

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ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Der Verteilungskampf

Der Verteilungskampf hat begonnen, wer bekommt die letzte Packung? © Montage: APOTHEKE ADHOC

Mit vor Vorfreude zitternden Händen hebt Apothekerin Vera L. den Deckel der Großhandelskiste. Laut Defektliste sollen vier Packungen Valsartan darin sein. Vier! In Zahlen: 4! Ein Jauchzer entfährt ihr, als sie die Packungen wenig später wirklich in den Händen hält. Sie drückt sie kurz an sich, bevor sie sie auf die Abholzettel verteilt, die sich im Backoffice stapeln. Jetzt kann sie wenigstens den Teil der Patienten versorgen, denen eine Umstellung besonders schwer gefallen wäre – vorerst. Denn der Verteilungskampf tobt weiter.

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Dimethylformamid

Valsartan: Versandapotheke entdeckt viertes Karzinogen

DMF in Valsartan: Die US-Versandapotheke Valisure hat ein neues Karzinogen in Valsartan entdeckt. © Foto: Andreas Domma

In den USA hat die Versandapotheke Valisure bei der Untersuchung von Valsartan-Präparaten ein viertes Karzinogen entdeckt: In diversen Chargen mehrere Anbieter wurden im Labor „hohe Mengen“ an N,N-Dimethylformamid (DMF) nachgewiesen. Die Firma mit Sitz in New Hagen fordert die Arzneimittelbehörde FDA zum Handeln auf.

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Telematikinfrastruktur

eRezept: Sicherheitsprobleme durch Konnektoren?

Gefährlicher Kasten? IT-Experten berichten von gravierenden Sicherheitslücken durch die unsachgemäße Installation von Konnektoren für die Telematikinfrastruktur. © Foto: CGM

Wie sicher sind die Konnektoren, mit denen Apotheken und Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen werden? Seit mehreren Monaten berichten IT-Experten und Praxisinhaber immer wieder von gravierenden Sicherheitsproblemen durch deren Installation – die für Apotheken und Praxen teuer werden können. Die Gematik sagt, sie wisse nichts Genaueres, die Politik hat bisher nicht gehandelt. Jetzt hat es das Thema in den Bundestag geschafft. Die FDP-Fraktion konfrontiert die Bundesregierung mit den Vorwürfen und nutzt die Anfrage, um ihr zum Fortschritt beim Anschluss an die TI auf den Zahn zu fühlen.

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Nachtschicht

Wasserschaden: Apotheker muss Notdienst tauschen

Die Apotheke am Stadttor in Neuenrade muss wegen eines Wasserschadens kurzfristig den Notdienst tauschen. © Foto: Apotheke am Stadttor

Der Wasserfleck an der Decke des Notdienstzimmers der Apotheke am Stadttor bereitet Inhaber Dr. Sven Simons Sorge. Kurzerhand hat er deshalb seine Nachtschicht verschoben. „Der Service der Kammer war top“, sagt der Apotheker. Er schlug als Ersatz die nahegelegene Apotheke seiner Frau vor. Wird zu kurzfristig ein Notdiensttausch angefordert, können Gebühren anfallen.

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Apothekerkammer Westfalen-Lippe

Overwiening: Blockade ist verantwortungslos

AKWL-Präsidentin Gabriele Overwiening kritisiert die Vermischung der Themen Gleichpreisigkeit und pharmazeutische Dienstleistungen in einem Gesetzesvorhaben. © Foto: AKWL/Sokolowski

Weil die Frage der Gleichpreisigkeit von der Politik noch immer nicht gelöst ist, hängt auch die Vergütung für neue pharmazeutische Dienstleistungen in der Luft. Gabriele Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, hat diese Hängepartie bei der Frühjahrssitzung des Apothekerparlamentes kritisiert. Pharmazeutische Dienstleistungen dürften nicht mit Rechtsfragen vermengt werden.

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Nach 5000-Euro-Bußgeld

Rx-Boni: Kammer warnt vor Taschentüchern

Ein Apotheker muss jetzt eine Geldbuße zahlen, weil er einen einen Nachlass von 1 Euro auf Rx-Medikamente an Kundenkarteninhaber gewährt hat. © Foto: Marcus Witte

Kurz nach dem BGH-Urteil zu Rx-Boni hat das Berufsgericht für Heilberufe beim Verwaltungsgericht Berlin einen Apotheker zu einem Bußgeld von 5000 Euro verurteilt. Er hatte mit Wertgutscheinen in Höhe von einem Euro für das Einlösen von Rezepten geworben. Das Angebot war auf Inhaber von Kundenkarten beschränkt. Die Apothekerkammer Berlin warnt, dass nach der aktuellen Rechtslage sogar die Zugabe von Taschentüchern im Zusammenhang mit der Rezepteinlösung angegriffen werden kann.

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Apothekenkooperation

Avie: Klahn geht schon wieder

Dominik Klahn verlässt Avie Ende des Monats. © Foto: Avie

Bei der Apothekenkooperation Avie steht erneut ein Wechsel in der Geschäftsführung an: Zum Monatsende verlässt Geschäftsführer Dominik Klahn das Unternehmen, nach Avie-Angaben „auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen“. Demnach will sich Klahn einer anderen Aufgabe widmen.

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Einkaufstourismus Schweiz/Deutschland

Apotheker: Baustelle bremst Grenzeinkäufer

Grenzstadt Laufenburg: Apotheker Andreas Abel hat viele Kunden aus der Schweiz. © Foto: Stadt Laufenburg

Die günstigeren Preise in Deutschland ziehen Schweizer Kunden nicht nur an Tankstellen oder in Supermärkte. Auch die Grenzapotheken profitieren von den Einkaufstouristen aus dem Nachbarland. Doch seit einigen Monaten gehe die Zahl der Kunden zurück, beklagt Apotheker Andreas Abel aus Laufenburg. Ein Grund sind große Baustellen, die zu langen Staus an der Grenze führen.

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Hof-Apotheke Jever

Apothekerin rettet ihre PJ-Apotheke

Retterin in der Not: Silke Hellberg (Mitte) hat die Apotheke, in der sie einst ihr Praktisches Jahr absolvierte, vor der Schließung bewahrt. © Foto: Silke Hellberg

Es stand schlecht um die Hof-Apotheke in Jever. Nachdem Inhaberin Johanna Ummen unerwartet verstorben ist, führte ihr Sohn sie übergangsweise als Pächter weiter und suchte einen Nachfolger. Ein Jahr verstrich, doch niemand fand sich. Retterin in der Not war Apothekerin Silke Hellberg – sie hat die Apotheke übernommen, in der sie einst ihr Praktisches Jahr (PJ) absolvierte. Es ist nicht die erste Apotheke, die sie vor der Schließung bewahrt hat.

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