Risiko für beatmete Patienten?

Regeneron: Antikörper-Studie eingeschränkt

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Berlin -

Erst kürzlich gab Regeneron positive Daten für seinen Antikörper-Cocktail „Regn-CoV2“ bei leichten und mittleren Erkrankungsverläufen von Covid-19 bekannt. Nun wurde der Einsatz jedoch eingeschränkt. Er ist nicht der erste Antikörper, der hinterfragt wird.

Die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern bei moderaten Covid-Verläufen konnte bisher zum Teil vielversprechende Daten liefern. Regeneron hat die beiden Antikörper „Regn10933“ und „Regn10987“ unter dem Namen „Regn-CoV2“ zusammengefasst und an ambulanten Patienten mit leichten bis mittelschweren Erkrankungen getestet. Das Ergebnis einer Zwischenanalyse vor einem Monat: Die Viruslast konnte gesenkt werden, die Patienten erholten sich schneller.

Das unabhängige Expertengremium IDMC legt nun jedoch eine Überprüfung der Testreihe nahe. Genaue Gründe wurden nicht bekanntgegeben. Der Einsatz des Antikörper-Cocktails wurde zunächst eingeschränkt. Patienten, die auf eine Sauerstoffbeatmung angewiesen sind, sollen das Mittel derzeit nicht erhalten. Seitens des IDMC liegen Hinweise für ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis bei dieser stark von Sars-CoV-2 betroffenen Patientengruppe vor.

Nun sollen weitere Daten gesammelt werden, bevor das Mittel bei solchen Patienten wiedereingesetzt werden darf. Auch die US-Arzneimittelbehörde FDA ist involviert. Bei Patienten, die nicht beatmet werden oder die nur eine geringe Sauerstoffzufuhr erhalten, könne der Einsatz fortgesetzt werden.

Lilly unterbricht Antikörper-Testung ebenfalls

Auch Lilly hat einen Antikörper gegen Covid-19 in der Testung: „LY-CoV555“ ist aus einer Zusammenarbeit mit Abcellera entstanden. Ursprünglich stammt er aus einer Blutprobe von einem genesenen Covid-Patienten. Es handelt sich dabei um einen neutralisierenden monoklonalen IgG1-Antikörper, der gegen das Spike-Protein von Sars-CoV-2 gerichtet ist. Mitte Oktober teilte jedoch auch Lilly mit, dass die Erprobung der Antikörpertherapie unterbrochen sei. Grund war auch hier die Empfehlung einer unabhängigen Expertengruppe, die unter anderem die Patientensicherheit während klinischen Studien überwachte.

 

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