Graumarkt

Vichy schmeißt Apotheker raus

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Berlin -

Nachdem L'Oréal einen Graumarkthändler entdeckt hat, geht der französische Kosmetikkonzern nun gegen beteiligte Apotheken vor. Einigen Pharmazeuten, die Vichy-Produkte an den Unternehmer verkauft hatten, wurde bereits fristlos gekündigt. Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Saarbrücken habe der Händler Thomas Müller mittlerweile angenommen, so eine Konzernsprecherin. Die Richter hatten ihm darin verboten, Apotheker weiter anzusprechen.

Der Unternehmer aus dem Saarland soll Apotheker angesprochen und sie dazu verleitet haben, ihm Vichy-Produkte zu verkaufen. Dabei soll er konkrete Ratschläge gegeben haben, wie die vertragswidrige Lieferung gegenüber L'Oréal verschleiert werden kann.

Müller habe alle Apotheker namentlich genannt, von denen er Vichy-Produkte gekauft hatte. „Wir haben Maßnahmen gegen alle Apotheker ergriffen, die gegen die Depotverträge verstoßen haben“, sagt die Sprecherin. Damit habe L'Oréal seinem Engagement gegen den Grauhandel Nachdruck verliehen. Vichy werde auch künftig konsequent gegen den illegalen Handel vorgehen.

Die 2012 neu aufgelegten Depotverträge mit allen deutschen Apotheken und mit dem Großhandel sollen die Lieferkette transparent machen. „Wir wollen mit neuen Depotverträgen mit Apothekern zusammenarbeiten“, betont die Sprecherin. Die Belieferung von Apotheken über den Großhandel werde durch Positivlisten noch durchsichtiger.

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