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Apothekenkooperationen

GIB-Apotheker für easy-Container

Berlin - Apotheker Detlef Dittrich wagt einen Schritt, den noch kein Kollege vor ihm gegangen ist. Der Inhaber der Forum-Apotheke lässt sich in Moers auf dem Parkplatz vor einem Real-Markt eine Apotheke aufstellen. Das Modul kommt von easy. Dittrich hatte die Kooperation als Partner schon länger im Visier. Mit dem Container hat ihn die Systemzentrale aus Düsseldorf überzeugt.

Dittrich leitet seit zehn Jahren die Center-Apotheke im Duisburger Bezirk Rheinhausen. Mit Kooperationen kennt er sich bereits aus. Der Pharmazeut ist Mitglied bei Parmapharm. Seit sieben Jahren präsentiert er die Marke Gesund ist bunt (GIB) etwa durch Aufkleber in den Scheiben auch nach außen. „Dadurch wird das Konzept für Kunden griffiger“, sagt er.

An easy musste er sich erst gewöhnen: „Ich verfolge das Konzept schon seit einigen Jahren“, sagt er. Nachdem die Markenidentität und das Sortiment verbessert worden seien, treffe das Angebot heute seine Vorstellungen. „Die Offizin ist frisch und modern“, sagt er. Besonders gefallen ihm die grüne und blaue Farbgebung sowie die Inneneinrichtung mit den Regalelementen. Vor seiner Entscheidung easy-Apotheker zu werden, hat er sich zehn Standorte angesehen.

Dass die Kunden erst an Freiwahlprodukten vorbei müssen, sei „der richtige Weg, um die Apotheke für Kunden interessanter zu machen“. In seiner Eigenständigkeit fühlt sich der Pharmazeut angesichts der Vorgaben der Systemzentrale nicht eingeschränkt: „Die Sorge, meine Selbstständigkeit aufzugeben, habe ich nicht“, sagt er. Mit GIB habe er bereits gute Erfahrungen in einem Verbund gemacht.

Momentan sucht der Apotheker für das Modul nach einem neuen Filialleiter samt komplett neuer Mannschaft. Erste Bewerbungen seien bereits eingegangen. Starten will er mit acht Mitarbeitern, davon sitzen zwei an der Kasse am Ausgang. Pharmazeutisches Personal stehe an den HV-Tischen bereit. „Die Kernkompetenz der Apotheke ist weiter vorhanden“, sagt Dittrich. Trotzdem habe der Kunde die Möglichkeit in der Apotheke „zu shoppen“.

In das Modul setzt der 50-Jährige große Hoffnungen. „Ich bin optimistisch, dass es gut funktioniert“, sagt er. Profitieren will er von der Lage. Der Standort in der Römerstraße sei gut erreichbar, der Real-Markt vor der Tür und genügend Parkplätze vorhanden. Außerdem gibt es einen Drive-in-Schalter.

Dittrich will mit dem Autoschalter nicht nur im Nachtdienst, sondern auch im Tagesgeschäft punkten. Mit dem Angebot sollen Berufstätige oder Kunden mit wenig Zeit angesprochen werden. Die Ausgabe sei für Patienten gedacht, die nur ein Rezept einlösen wollen. „Wir werden dort Sonderwünsche aber begrenzen müssen und gegebenenfalls Hinweistafeln aufstellen.“ Ob sich die Idee in der Praxis umsetzen lasse, müsse getestet werden.

Die Apotheke soll montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet haben. Die Zeiten seien an die des Real-Marktes orientiert, sagt Dittrich. Das Modul ist 24 mal 10 Meter groß, auf anderthalb Stockwerken verteilt gibt es 320 m² Nutzfläche. Allein die Offizin im Erdgeschoss beträgt 160 m². Dittrich freut sich vor allem auf die auffällige Fassade.

Derzeit beschäftigt Dittrich 15 Mitarbeiter. Sein Team will er im Center behalten, da die Angestellten mit dem GIB-Konzept vertraut seien. Mitte November soll die Container-Apotheke eröffnet werden. Es ist das erste frei stehende Modul. easy hatte die Idee vor zwei Jahren präsentiert.

Eigentlich wollte easy schon längst die ersten Apotheken-Module im Markt haben. 2014 waren zehn Installationen geplant. Danach sollten bis zu 20 Module pro Jahr aufgebaut werden. In Düsseldorf begründet man die Verspätung mit organisatorischen Hindernissen. Laut easy-Vorstand Stephan Just hat sich aufgrund der verschachtelten Eigentumsverhältnisse auf dem Gelände des Real-Marktes das Genehmigungsverfahren in Moers in die Länge gezogen.

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