Gelenkbeschwerden

Fünf Tipps gegen Knieschmerzen

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Berlin -

Knieschmerzen werden inzwischen fast als Volkskrankheit angesehen. Mehr als jeder zweite Erwachsene leidet nach eigenen Angaben regelmäßig unter Beschwerden. Das größte Gelenk des Körpers wird im Alltag beansprucht – manchmal über Gebühr. Die Ursachen für Beschwerden sind vielfältig: Sportler leiden oft unter Knorpelverschleiß, Übergewicht kann die Knie ebenso belasten wie langes Stehen in der Offizin. Zu wissen, was außer Schmerzmitteln hilft, ist daher nicht nur für die Kunden wichtig.

Tipp eins: Muskulatur stärken. Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Muskeln zu stärken, die das Gelenk umgeben. Vor allem die Innenbeinmuskeln sind für die Stabilisierung wichtig. Dabei ist essentiell, die Balance zwischen Stärkung und Überbeanspruchung zu wahren. Als geeignet werden vor allem Schwimmen, Aquajogging oder Radfahren angesehen. Gift für geschundene Knie sind dagegen schnelle Ballspiele wie Fußball, aber auch ausgiebiges Joggen auf asphaltierten Straßen.

Tipp zwei: Knie entlasten. Wen es bereits erwischt hat, der sollte versuchen, die Knie zu entlasten. Für Apothekenmitarbeiter ist langes Stehen in Offizin und Rezeptur unvermeidbar – dann können Stützbandagen helfen, sofern es sich nur um leichte Beschwerden handelt. Die Bandagen üben einen leichten Druck auf das Gewebe rund um das Knie aus und haben teilweise sogar einen Massageeffekt. Das hilft, die Schmerzen zu lindern. Ansonsten hilft: Beine hochlegen.

Die stärkste Belastung für die Knie ist übrigens das eigene Körpergewicht. Schon ein normalgewichtiger Mensch übt einen großen Druck auf Beine und Knie aus. Je mehr Kilos aber auf die Knie drücken, desto häufiger schmerzen die Gelenke. Daher ist es durchaus angebracht, übergewichtige Patienten mit Knieproblemen einfühlsam auf das Gewicht anzusprechen. Schon wenige Kilo Gewichtsverlust entlasten die Knie deutlich. Der Tipp „Gesund ernähren und in Maßen bewegen“ gilt hier besonders.

Tipp drei: Entzündungen vermeiden. Schmerzende Knie sind häufig die Folge von Entzündungen im Gelenk. Diese kann man gut mit den gängigen freiverkäuflichen Schmerzmitteln behandeln. Noch besser ist es jedoch, von vornherein das Entzündungsgeschehen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Übermäßiges Drehen der Knie in X- oder O-Richtung fördert das Entzündungsgeschehen und belastet zusätzlich die Knorpelsubstanz. Gleiches gilt für langes Knien oder Hocken. Enzympräparate mit Bromelain oder Trypsin können den Körper außerdem unterstützen, die Entzündung zu lindern.

Tipp vier: Richtig tragen. Wenn Gegenstände getragen werden, erhöht sich die Gesamtbelastung des Körpers auf das Knie. Kistenschleppen und Koffertragen lassen sich aber nicht immer vermeiden. Wer dennoch mit schweren Gegenständen umgehen muss, sollte versuchen, dabei die Belastung auf die Knie möglichst gering zu halten. Das funktioniert am besten, je näher die Gegenstände an der Körpermitte getragen werden. So ist beispielweise ein Rucksack deutlich leichter zu tragen als eine Tragetasche mit dem gleichen Gewicht. Dauerhaftes schweres Tragen sollte bei schmerzenden Knien unbedingt vermieden werden.

Tipp fünf: Flache Absätze. Auch wenn viele Damen dies nur ungern hören: Hohe Absätze schaden den Gelenken. Sie verlagern den Körperschwerpunkt nach vorne, der Druck auf die Knie steigt. Das führt außerdem zu Rückenschmerzen und Krampfadern. Zumindest von einem Dauereinsatz der Stöckelschuhe ist daher abzuraten. Für PTA ist die Gefahr von Schmerzen durch High Heels eher gering: In der Offizin sind Schuhe mit hohen Absätzen aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht geeignet.

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