Überfälle auf Apotheken

Goldener Colt und Verfolgungsjagd

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Berlin -

Gleich in mehreren Städten wollten Kriminelle in dieser Woche Apotheken ausrauben – mit unterschiedlichem Vorgehen und unterschiedlichem Erfolg.

In Ulm wollte ein Mann das Personal in der Engel Apotheke ausrauben. Der Täter kam mit einer FFP2-Maske und einer Pilotenbrille am Dienstabend gegen 18 Uhr in die Offizin und zog seine Schreckschusspistole. Apotheker Alexander Ried weigerte sich jedoch und schlug den Mann in die Flucht. Zu Fuß verfolgte der Bruder von Inhaber Timo Ried den Flüchtigen; dabei stand er in Kontakt zur Polizei, die den mutmaßlichen Täter schließlich in einem Geschäft in der Ulmer Innenstadt festnahm und in einer Justizvollzugsanstalt festsetzte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mit dem Verdacht auf Erpressung.

Trotz des Erfolgs rät die zuständige Polizei in Ulm von solchem Verhalten ab, da schnell gefährliche Situationen entstehen könnten.

Überfall mit goldenem Colt

Im nordrhein-westphälischen Münster sucht die Polizei nach zwei Tätern. Einer war mit einem goldenen Colt bewaffnet, sein Komplize mit einem Küchenmesser. Ziel war es wohl, die Tageseinnahmen zu erbeuten, was ihnen auch gelungen ist. Sie konnten einen vierstelligen Betrag und Münzrollen stehlen.

Laut Polizei konnte ein achtzehnjähriger Münsteraner gefasst werden. Er war mit einer Person unterwegs, die auf die Beschreibung des Komplizen passt. Letzterer konnte jedoch entkommen, wie die Polizei mitteilte. Die Beute, jedoch nicht die Tatwaffen, wurden bei dem Achtzehnjährigen gefunden.

Dieb in Tür festgeklemmt

Im sächsischen Lichtenstein ist in der Nacht zum Donnerstag ein 30 Jahre alter Einbrecher in der Schiebetür einer Apotheke stecken geblieben. Der Täter hatte nach einzelnen Medikamenten gesucht und die Tageseinnahmen von rund 500 Euro bereits verstaut, als die Eigentümerin ihn überraschte. Zeugen berichteten von einem Komplizen, der Wache schob. Die Polizei ermittelte und konnte den mutmaßlichen Mittäter fassen.

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