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Zweiter Chef für ARZ Service

Berlin - Das ARZ Haan hat wieder eine zweiköpfige Geschäftsführung für die Apothekenabrechnung: Nach dem Ausscheiden von Thomas Haubold wird Hadi Al-Wakil zum zweiten Geschäftsführer der ARZ Service berufen.

Al-Wakil leitet seit sieben Jahren die Geschäfte der AZH, dem Spezialisten für Hebammenabrechnungen innerhalb der ARZ-Gruppe. Im Laufe seiner Verantwortung entwickelte er die AZH zum deutlichen Marktführer. Er blickt zudem auf eine mehrjährige Tätigkeit im Markt für Krankenhausinformationssysteme und auf eine zentrale Tätigkeit innerhalb der ARZ Haan zurück.

„Die Veränderungen im Apothekenmarkt verlangen jetzt mutige Entscheidungen und Entschlossenheit“, so Al-Wakil. Und weiter: „Mit dem Wandel ergeben sich für unsere Kunden auch viele Chancen – diese nutzbar zu machen ist unsere Stärke. Wie bei der AZH, so werde ich auch jetzt in neuer Rolle auf die enge Zusammenarbeit und den ständigen Dialog mit Mitarbeitern und Kunden setzen.“

Zu seinen Kernaufgaben in der Geschäftsführung der ARZ Service zählen neben Produktion und IT auch die strategische Entwicklung neuer Services gemeinsam mit Henkel und dessen profunder Marktkenntnis. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und die gemeinsame Weiterentwicklung der ARZ Service“, so Henkel.

Vorstandssprecher Dr. Philipp Siebelt: „Hadi Al-Wakil hat in den letzten Jahren als Geschäftsführer der AZH bewiesen, dass er die notwendigen Führungsqualitäten und den strategischen Weitblick besitzt, die es in seiner neuen Funktion braucht. Wir freuen uns, einen so profilierten Experten für die ARZ Service gewinnen zu können.“ Als Kern der Gruppe spiele die Apothekenabrechnung auch zukünftig eine „exponierte Rolle“.

Erst in dieser Woche hatte ein Aushang in der Zentrale für Unruhe gesorgt. „Besorgte Mitarbeiter“ schrieben an Vorstand und Geschäftsführung. Nach den Abgängen von Haubold und Produktionsleiter Rochdi El Ghadounai habe man mit Erschrecken feststellen müssen, dass mindestens weitere 16 Kollegen das Unternehmen verlassen würden oder dies bereits getan hätten. Betroffen sind laut Aushang die Abteilungen IT, Support, Produktion und Hilfsmittel.

Zum einen wurde die mangelnde Kommunikation zu den Abgängen kritisiert. Die Verfasser unterstellen aber auch, dass die Unternehmensführung die Tragweite der Situation unterschätze. Der Tonfall war dramatisch: „Wir sehen die Rezeptabrechnung für unsere Kunden als gefährdet an und haben Angst um unsere Arbeitsplätze!“ Und in diesem besorgten Tonfall ging es weiter: „Wer soll die Rezeptabrechnung noch durchführen, wenn bis auf wenige IT-Kollegen alle gekündigt haben und das Fachwissen verloren gegangen ist? Wer kümmert sich um die Produktionsprozesse, wenn bis auf einen Wissensträger alle gekündigt haben?“

Auf Nachfrage teilte das Unternehmen gegenüber APOTHEKE ADHOC mit: „An dieser Stelle bestätigen wir, dass es Kündigungen im Bereich der IT gegeben hat. Natürlich sehen wir es nicht gerne, wenn verdiente Mitarbeiter unser Haus verlassen. Als Unternehmensgruppe mit 800 Mitarbeitern an neun Standorten und über 100 Mitarbeitern allein im IT-Umfeld sind wir personell aber in einer sehr stabilen Situation. Entsprechend können wir personelle Veränderungen schnell und flexibel auffangen. Das haben wir in der Vergangenheit schon oft bewiesen. So können wir unseren Kunden jetzt und in Zukunft das gewohnte Leistungsniveau zur Verfügung stellen. Zu personellen Veränderungen stehen wir mit den zuständigen Führungskräften ständig im Dialog.“

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