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Allergien

Vividrin verschenkt La Roche-Posay an Ärzte

Berlin - Während der Heuschnupfenzeit kooperiert der Kosmetikhersteller L'Oréal mit Bausch + Lomb. Der auf Augenheilkunde spezialisierte OTC-Hersteller aus Berlin empfiehlt Produkte von La Roche-Posay bei Augenärzten und verteilt Produktproben. In Apotheken erhalten Kunden beim Kauf der Apothekenkosmetik Einzeldosen der Augentropfen gratis.

Bis in den Spätsommer bietet L'Oréal beim Kauf eines Produkts von Toleriane Ultra ein kostenloses „Allergie SOS-Set“ an. In dem Karton, der wie ein Koffer daher kommt, sind neben Kosmetika auch Vividrin Ectoin Augentropfen enthalten. Das Medizinprodukt enthält Ectoin und Hyaluronsäure. Es soll zur unterstützenden Behandlung sowie zur Vorbeugung von Symptomen bei einer saisonalen und ganzjährigen allergischen Bindehautentzündung angewendet werden.

Die beiden Hersteller arbeiten während der Allergiezeit bereits seit 2013 zusammen. Die sogenannte 360-Grad-Kooperation soll die Sichtbarkeit der Marken erhöhen und neue Zielgruppen erschließen. Dafür integrierten beide Parteien die jeweils andere in POS- und Schulungsmaterialien, sagt eine L'Oréal-Sprecherin. Auch auf den Webseiten wird auf den Partner hingewiesen. Zudem spreche der Außendienst die Zusammenarbeit bei Ärzten an.

L'Oréal will von der Bekanntheit des Marktführers im Bereich Augenprodukte bei Allergien profitieren: Das Außendienst von Bausch + Lomb etwa verteile Proben bei den Medizinern, so die Sprecherin. Die rund 4000 von der Tochterfirma des kanadischen Pharmakonzerns Valeant besuchten Augenärzte erhielten Testgrößen der Creme Toleriane Ultra Augen. Die Kosmetikprodukte seien eine „ideale Ergänzung zu konventionellen Antiallergika“.

Allergien manifestierten sich nicht nur an Augen und Nase, sondern auch auf der Haut, sagt die Sprecherin. Diese sei dann empfindlicher und neige zu Rötungen und Reizungen. „Sowohl in den Apotheken als auch beim Kunden wird die Aktion dankbar angenommen.“ Bausch + Lomb gehört laut APOSCOPE-Studie „Antiallergika 2018“ zu den Herstellern mit dem besten Profil im Bereich der Antiallergika.

Auch Beiersdorf will mit Eucerin bei Allergikern bekannter werden. Der Hamburger Kosmetikkonzern arbeitete deshalb erstmals mit dem Generikahersteller Hexal zusammen. Beim Kauf des Antiallergikums Cetirizin Hexal erhielten Apothekenkunden eine Kosmetikprobe. Insgesamt beteiligten sich rund 4000 Apotheken. Die Außendienste der Hersteller boten Trainings an und unterstützten die Apotheken mit Werbemitteln und Informationsmaterial. Auf Freiwahl-Aufstellern etwa wurde Cetirizin Hexal neben der Eucerin ph5-Hautschutz-Lotion abgebildet. Beiersdorf erhoffte sich mit der Aktion auch eine Platzierung in der Sichtwahl. Die Aktion lief bis Ende März.

Auch Leti setzt als Experte für allergische Erkrankungen auf ein Sortiment an Kosmetikprodukten. Viele allergische Reaktionen haben ihren Ursprung in der Haut, so die Argumentation des spanischen Herstellers. Da mache es Sinn, sich frühzeitig damit auseinander zu setzen. Die Produktlinie LetiAT4 wird derzeit massiv im Fernsehen und online beworben.

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