Coupon-Aktionen

Gratis-Rennie für Umschau-Leser

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Berlin -

Leser der Apotheken Umschau können im Juni das Antacidum Rennie Direkt testen. Bayer schaltet in beiden Ausgaben eine Anzeige mit Aktions-Coupons; die Apotheken werden derzeit mit Ware beliefert.

Bayer stattet alle Apotheken in Deutschland automatisch und kostenfrei mit Ware aus. Die Aktionspakete enthalten 50 Probiersticks und eine genaue Beschreibung der Aktion für das Apothekenteam. Nachbestellungen sind nicht möglich, die Testaktion läuft bis in den Juli.

Bayer will Rennie Direkt bei den Kunden etablieren. Das Mikrogranulat ist seit Ende 2014 auf dem Markt und kann als Medizinprodukt offensiver beworben werden als Arzneimittel. Mit den Kautabletten Rennie fresh hatte Bayer Ende 2012 unter der Dachmarke das erste Medizinprodukt auf den Markt gebracht; nur der Klassiker wird noch als Arzneimittel vertrieben. Eine Abwanderung der frei verkäuflichen Varianten in den Mass Market hat es bislang nicht gegeben.

Von Rennie werden pro Jahr rund 110.000 Packungen in den Apotheken verkauft, der Umsatz liegt bei 1,5 Millionen Euro. Damit hat die Marke einen Anteil von 19 Prozent unter den reinen Antacida und 12 Prozent unter allen OTC-Mitteln gegen Sodbrennen. Zusammen mit Talcid kommt Bayer in diesem Bereich auf 50 beziehungsweise 31 Prozent.

Coupon-Aktionen haben in den Apotheken in den vergangenen Jahren zugenommen. Vor einem Jahr warben Omron und Tena (SCA) in der Apotheken Umschau für Gratiszugaben. Auch Vitasprint (Pfizer) konnten die Kunden schon testen. Die Hersteller machen über verschiedene Kanäle auf die Aktionen aufmerksam; mitunter können Inhaber in der Offizin einen Couponblock direkt am Regal anbringen.

Die Aktionen werden oft von der Firma Valassis organisiert. Apotheken müssen sich bei dem Dienstleister registrieren, um teilzunehmen. Valassis schickt vor Beginn der Aktion Informationen zum Ablauf. Meist müssen die Apotheken Coupons und einen zweiten Kassenbeleg sammeln, Anzahl und Wert in ein sogenanntes Regulierungsformular eintragen und zurückschicken. Die Fristen variieren.

Das Geschäft in Apotheken werde immer wichtiger, sagte Deutschlandchef Hans-Joachim Waldrich vor einem Jahr: Während 2010 noch rund 50.000 Coupons aus der Offizin eingegangen seien, seien zuletzt knapp eine Million eingeschickt worden.

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