Pharmakonzerne

AstraZeneca: Abschied aus Wedel

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Berlin -

Erst war es die Produktion, nun ist es der gesamte Standort geworden: AstraZeneca will den Sitz seiner Deutschlandzentrale von Wedel (Kreis Pinneberg) ins unmittelbar benachbarte Hamburg verlegen. „Die Planung dafür läuft bereits seit über zwei Jahren. Der genaue Zeitpunkt des Umzuges steht noch nicht fest“, sagte eine Konzernsprecherin. Zuvor hatte das Hamburger Abendblatt berichtet.

Der neue Standort ermögliche es dem Konzern, weiter zu wachsen und moderne Arbeitsformen umzusetzen, so die Sprecherin weiter. „Mit dieser Form des Arbeitens in Kombination mit einem modernen, zentral gelegenen Standort möchten wir unseren Mitarbeitenden einen attraktiven Arbeitsplatz bieten und zeitgleich für mögliche neue Talente noch interessanter werden.“ Schon jetzt wohnten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hamburg und pendelten nach Wedel.

Bereits zum Jahresende wird AstraZeneca zudem das Werk in Wedel, in dem Medikamente verpackt werden, schließen. Auch dieser Schritt ist mit Blick auf die Produktnachfrage bereits 2019 entschieden worden, wie die Sprecherin weiter sagte. Von dem Ende der Produktion – der Impfstoff gegen Covid-19 wird dort nicht hergestellt oder abgefüllt – seien 175 Mitarbeiter betroffen. Ein Sozialplan und Interessensausgleich werde bis Ende 2021 umgesetzt.

Bei Astrazeneca sind in Deutschland den Angaben zufolge derzeit 900 Menschen beschäftigt. Zu den 175 Mitarbeitern in der Produktion kommen rund 350 Angestellte in der Verwaltung sowie Außendienstmitarbeiter.

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