Videosprechstunde in Thüringen

Online-Bereitschaftsdienst: Beratung ohne Rezept

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Berlin -

Thüringen will das telemedizinische Angebot auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst ausweiten. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sucht derzeit nach teilnehmenden Mediziner:innen. Das E-Rezept ist bei den Online-Sprechstunden noch kein Thema.

Menschen mit akuten medizinischen Problemen sollen in Thüringen außerhalb der Sprechzeiten von Arztpraxen künftig auch eine Bereitschaftsdienst-Videosprechstunde nutzen können. „Das Angebot der Videosprechstunden im Bereitschaftsdienst ist als Ergänzung zum klassischen Bereitschaftsdienst in Anlaufpraxen gedacht“, sagt ein KV-Sprecher.

25 Mediziner:innen gesucht

Zunächst soll ein Tele-Arzt für ganz Thüringen eingesetzt werden. Für das neue Angebot benötigt die KV nach eigenen Angaben mindestens 25 Mediziner:innen mit digitaler Affinität. Sie werden dafür von der KV mit Tablet-Computern ausgestattet. In der Vermittlungszentrale der KV, bei der die Anrufe unter 116 117 eingehen, wird eine medizinische Ersteinschätzung vorgenommen. Anschließend sollen die Anrufenden einen Link für eine sichere Videoverbindung zu den jeweils diensthabenden Medizinern erhalten.

Bei den Video-Sprechstunden liege der Fokus auf einer Beratungsleistung, so der Sprecher. Elektronische Verordnungen sind nicht geplant: „Sollte eine Medikamentenverordnung nötig sein, muss der Patient dafür die wohnortnächste Bereitschaftspraxis aufsuchen.“ Die Landesvermittlungszentrale hält laut KV auch das Verzeichnis der diensthabenden Apotheken vor, ebenso kann die nächstgelegene dem Patienten in der Bereitschaftspraxis genannt werden.

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