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Apothekenkosmetik

Jede 7. Packung im Versandhandel

Berlin - Das Geschäft mit Apothekenkosmetik verlagert sich immer stärker in das Internet. Während die Verkäufe in der Offizin 2015 nur leicht zunahmen, konnten die Versandapotheken deutlich punkten: Der Versandhandelsanteil lag erstmals bei 15 Prozent – 2010 waren es noch 9 Prozent. Besonders medizinische Marken wurden nachgefragt.

Insgesamt stieg der Umsatz im vergangenen Jahr auf rund 1,3 Milliarden Euro (plus 3 Prozent) auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AvP). Versandapotheken setzten laut IMS Health rund 196 Millionen Euro mit Apothekenkosmetik um. Das ist ein Plus von 8 Prozent. Die Zahl der im Internet bestellten Packungen hat sich auf rund 17,4 Millionen (plus 8 Prozent) erhöht. Damit liegt der Versandanteil nach Absatz mit 14 Prozent ebenfalls auf einem Höchstniveau.

Auch die Vor-Ort-Apotheken konnten die Verkaufserlöse um 2 Prozent auf rund 1,19 Milliarden Euro steigern. Die Zahl abgegebenen Kosmetikpackungen sank dagegen um 1 Prozent auf rund 105 Millionen. 2013 war erstmals seit Jahren wieder Schwung in das Geschäft gekommen; damals waren die Abverkäufe auf rund 125 Millionen Packungen gestiegen.

Marktführer Eucerin konnte seine Position behaupten. Der Marktanteil der Hamburger nach Umsatz legte leicht auf 11 Prozent zu. Eucerin bietet insgesamt rund 120 verschiedenen Produkte an. Zuletzt wurde vor allem in den Ausbau der Sonnenschutzserie investiert. 2014 hatte Beiersdorf mit der Kosmetikmarke Vichy von Platz 1 verdrängt.



Vichy musste auch 2015 weiter abgeben: Der Umsatz sank um 3 Prozent, der Marktanteil ging auf 10 Prozent zurück. Die Schwestermarke La Roche-Posay wuchs dagegen deutlich um 11 Prozent und liegt mit einem Marktanteil von 9 Prozent knapp hinter Vichy auf Platz 3. L'Oréal hat das Sortiment der Produkte mit Thermalwasser aus dem gleichnamigen französischen Ort zuletzt erweitert.

Dahinter rangiert Avène von Pierre Fabre mit einem Anteil von 8 Prozent. Die Dermokosmetik des französischen Herstellers wuchs ebenfalls um 11 Prozent. Besonders die Gesichtspflege hat sich positiv entwickelt. Medipharma Cosmetics wurde auf Platz 5 verdrängt. Die Olivenöl-Linie von Dr. Theiss verlor 2 Prozent Umsatz und liegt mit einem Anteil von 4 Prozent deutlich hinter Avène.

Auf Platz 6 rangiert Dr. Hauschka mit einem Anteil von 3 Prozent. Die Naturkosmetiklinie von Wala liegt damit gleichauf mit Regaine. Das Haarwuchsmittel von Johnson & Johnson verlor 8 Prozent Umsatz. Eubos kletterte von Platz 10 auf Platz 8. Die medizinische Hautpflege von Dr. Hobein legte 5 Prozent zu. Weleda dagegen büßte 5 Prozent ein und landete dahinter. Stada kam mit Ladival auf einen Anteil von 2 Prozent.

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