Marburger Bund

Ärzte fordern einheitliche Notfallversorgung

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Berlin -

Notfallpatienten sollen nach Ansicht des Marburger Bundes künftig nach bundesweit einheitlichen Standards und somit besser versorgt werden. Zentrale Anlaufstellen und ein koordiniertes Vorgehen könnten die Notaufnahmen entlasten, teilte der größte deutsche Ärzteverband mit. Rettungsdienste, Notdienstpraxen, Notaufnahmen und Rettungsleitstellen sollten einheitlich vorgehen. Wartezeiten könnten so verringert, die Versorgung könne verbessert werden. Heute gibt es teils unterschiedliche Standards.

72 Prozent der Kliniken nehmen laut Marburger Bund an der Notfallversorgung teil. Die Notaufnahmen werden jährlich von bis zu 25 Millionen Menschen aufgesucht. Rund 11 Millionen Fälle werden davon ambulant behandelt.

Für durch Vertragsärzte betriebene Notdienstpraxen an Kliniken sollten Zielgrößen bestimmt werden. Doppelte Untersuchungen und Diagnosen sollten vermieden werden. Patienten sollten weiter ohne Gebühr und ohne großen Aufwand zur Notfallversorgung gehen können.

Bundesweit stieg die Zahl der ambulanten Notfälle in den vergangenen Jahren im Schnitt um jährlich 5 Prozent. Eine Umfrage der hessischen Krankenhausgesellschaft zufolge gehen 54 Prozent der Notfallpatienten zu normalen Sprechstundenzeiten in die Notaufnahme, in denen sie auch einen niedergelassenen Arzt aufsuchen könnten.

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