Arbeitsmarkt

Weniger arbeitslose Heilberufler

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Die Lage am Arbeitsmarkt für Gesundheitsberufe entspannt sich offenbar weiter. Dies berichtet die "Ärzte Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. So seien 2007 weniger Ärzte sowie Arzt- und Zahnarzthelferinnen arbeitslos gewesen als noch vor zwei Jahren. Auch im Pflegebereich sei der Bedarf an Spezialisten hoch.

Spitzenreiter sind nach Angaben der "Ärzte Zeitung" jedoch die Apotheker. Hier gebe es fast keine Arbeitslosigkeit: Von den insgesamt knapp 47 000 Approbierten seien gerade 667 - das sind 1,4 Prozent - beim Arbeitsamt gemeldet. Verantwortlich sei neben der generellen Entwicklung am Arbeitsmarkt der mit den Rabattverträgen verbundene Mehraufwand bei der Beratung. Die Apotheker hätten sehr viel in den Menschen investiert und viel getan, um die Beratungsmöglichkeiten zu optimieren, zitiert das Fachblatt ABDA-Sprecher Christian Splett. Im vergangenen Jahr hätten in den Apotheken zusätzlich zu den bereits besetzten 140.000 Stellen noch 4000 weitere Arbeitsplätze aufgebaut werden können. Dies betreffe besonders pharmazeutisches Personal.

Positiv äußerte sich gegenüber der "Ärzte Zeitung" auch die Vorsitzende des Bundesverbands der pharmazeutisch-technischen Assistenten, Sabine Pfeiffer: "Arzneimittel dürfen nur von Apothekern und pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) an die Kunden abgegeben werden. Durch die Rabattverträge entsteht ein Mehraufwand an Beratung, der nur durch zusätzliches pharmazeutisches Personal ausgeglichen werden kann." Derzeit seien 48.656 PTA beschäftigt, so die "Ärzte Zeitung". Die Arbeitslosenquote belaufe sich auf 4,2 Prozent - 2004 betrug sie noch 5,7 Prozent.

Ähnlich positiv sieht es der "Ärzte Zeitung" zufolge bei den Medizinern aus: So seien im August dieses Jahres nur noch 2,2 Prozent der Mediziner, also knapp 4000 Ärzte, ohne Job. Vor zwei Jahren waren es noch 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote für ausgebildete Arzt- und Zahnarzthelferinnen sei zwischen September 2005 und Frühjahr 2007 von 7,1 auf 5,1 Prozent gesunken. Allerdings gebe es nach wie vor weniger Ausbildungsplätze.

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