Ausbildung

Fünf Tipps gegen Prüfungsangst Carolin Bauer, 26.01.2016 13:37 Uhr

Berlin - 

Schriftlich, praktisch, mündlich: PTA müssen während ihrer Ausbildung immer wieder Tests bestehen. Am Ende stehen die große Abschlussprüfung und der mündliche Teil nach dem Praktikum an. Wer schon beim Gedanken an Fragen zu Arzneimittelkunde, Chemie und Galenik weiche Knie und schwitzige Hände bekommt, leidet oft unter Prüfungsangst. Fünf Tipps für entspanntere Tests.

Tipp eins: Einstellung ändern. Prüfungsangst ist weit verbreitet. Um Extremfälle wie Panikattacken zu vermeiden, sollten sich Schüler die Gründe bewusst machen. Zunächst ist es fast normal und sogar angemessen, vor Tests aufgeregt zu sein. PTA, die große Angst verspüren, sollten sich fragen, was ihnen diese besondere Emotion beschert. Ist es die Neigung, an sich selbst ein überhöhtes Anspruchsniveau zu setzen? Ist es eine Tendenz zu negativer Selbstkritik? Ist es die Angst vor Misserfolg, die stärker als die Hoffnung auf Erfolg ausfällt? Wer diese Fragen ehrlich beantworten kann, findet leichter einen Weg, mit dem Gefühl umzugehen und es abzuschwächen.

Tipp zwei: Vorher entspannen. Für Schüler, die unter Prüfungsangst leiden, ist Entspannung die größte Herausforderung. Doch gerade diese gilt es zu lernen. Betroffene PTA können unabhängig von einer Prüfung spezielle Kurse wie autogenes Training oder Meditation belegen. Oft helfen die Krankenkassen mit eigenen Angeboten oder die Volkshochschulen weiter.

Wer die richtigen Techniken beherrscht und regelmäßig übt, kann den Organismus von Anspannung auf Entspannung umstellen. Auch Bewegung hilft gegen Stress. Sport sollte dabei vor allem Spaß machen und nicht leistungsbezogen sein. Wer parallel zur Abschlussprüfung seinen ersten Marathon laufen will, erhöht mit großer Wahrscheinlichkeit den Druck auf sich selbst.

Tipp drei: Richtig vorbereiten. Betroffene sollten vor der Prüfung eine Bestandsaufnahme machen. Wichtig ist, die Testanforderungen so genau wie möglich zu kennen und das eigene Lernpensum abzuschätzen. Danach hilft ein Lernplan, die selbst gesteckten Ziele zu erfüllen. Außerdem hilft es, eine Liste mit den eigenen Schwächen und Stärken zu erstellen. Wer konstruktiv an eine Prüfung herangeht, bereitet der Angst eine geringere Angriffsfläche.

Tipp vier: Schreibtisch ordnen. Ist der Lernplan erstellt, sollte auch das vermeintliche Chaos zu Hause beseitigt werden. Die Lehrinhalte sollten nach Fächern geordnet und schnell verfügbar sein. Wer bereits vor dem Lernbeginn seine Unterlagen parat hat, muss nicht hektisch suchen. Außerdem lassen sich dabei Lücken feststellen und PTA können bei Mitschülern Kopien einholen. Am Abend sollten die Ordner, die nicht mehr benötigt werden, weggeräumt werden, damit am nächsten Tag schnell gestartet werden kann.

Tipp fünf: Mittel aus der Apotheke. Wer trotz Entspannungstechniken und guter Vorbereitung Prüfungsangst hat, findet vielleicht Hilfe am künftigen Arbeitsort. Rescue-Produkte, die auf der Bachblütenlehre beruhen, sollen helfen. Die Präparate gibt es mit und ohne Alkohol. PTA, die vor einer mündlichen Prüfung stehen, sollten aber eine Fahne vermeiden. Auch Schüßler-Salze wie Magnesium phosphoricum oder Kalium phosphoricum sollen beruhigend und entspannend wirken.

Schüler mit starker Prüfungsangst können beim Arzt nach verschreibungspflichtigen Medikamenten fragen. Die Einnahme von etwa Betablockern sollte jedoch mit äußerster Vorsicht erfolgen. Die Medikamente senken die Herzfrequenz und -schlagkraft und sollen auch gegen Zittern helfen. Sie richten sich allerdings an Patienten mit kardiologischen Erkrankungen. PTA sollten immer die unerwünschten Arzneimittelwirkungen beachten. Beispielsweise können Hypotonie, Schwindelgefühl oder ein schleichender Einfluss auf den Stoffwechsel die Folge sein.