Häufig gestellte Fragen

Inhaltsstoffe

  • Welche Art von Gelatine enthält Perenterol?

    Bei den Kapseln von Perenterol 50 mg wird Gelatine von BSE-frei zertifizierten Rindern verwendet. Die Gelatine der Kapseln von Perenterol forte 250 mg stammt vom Schwein. Sollte ein Patient die Einnahme von Gelatine-haltigen Produkten ablehnen, so kann zudem die Kapsel geöffnet und nur das Pulver eingenommen werden.

  • Ist in Perenterol Gluten enthalten?

    Perenterol ist glutenfrei.

  • Enthält Perenterol Hühnereiweiß?

    Perenterol enthält kein Hühnereiweiß und kann deshalb auch von Patienten mit einer entsprechenden Allergie eingenommen werden.

  • Wieviel Lactose enthält Perenterol?

    1 Kapsel Perenterol forte: ca. 30 mg Lactose
    1 Beutel Perenterol Junior: ca. 30 mg Lactose
    1 Kapsel Perenterol 50 mg: ca. 6 mg Lactose

    Die mit Perenterol aufgenommene Lactose-Menge ist also sehr gering. Die Lactose wird dem Perenterol zugesetzt, um die Hefezellen während der Lyophilisierung zu stabilisieren.

  • Enthält Perenterol Fructose?

    Perenterol forte 250 mg Kapseln enthalten keine Fructose.

    Perenterol 50 mg Kapseln enthalten zwar keine Fructose, jedoch ist Saccharose enthalten (Disaccharid aus Fructose und Glucose).

    In Perenterol Junior 250 mg Pulver ist Fructose enthalten.

  • Wieviele Hefezellen sind in Perenterol enthalten?

    In 1 g Lyophilisat sind mindestens 1,8 x 10^10 lebensfähige Zellen enthalten.

    Perenterol Junior 250 mg Pulver

    1 Sachet enthält mindestens 4,5 x 10^9 Zellen

    Perenterol forte 250 mg Kapsel

    1 Kapsel enthält mindestens 4,5 x 10^9 Zellen

    Perenterol 50 mg Kapsel

    1 Kapsel enthält mindestens 0,9 x 10^9 Zellen

  • Was müssen Diabetiker bei der Einnahme von Perenterol berücksichtigen?

    Perenterol Junior 250 mg Pulver

    1 Sachet enthält 471,9 mg Fructose + 32,5 mg Lactose-Monohydrat und somit ca. 0,042 BE

    Perenterol forte 250 mg Kapsel

    1 Kapsel enthält 32,5 mg Lactose-Monohydrat und somit ca. 0,003 BE

    Perenterol 50 mg Kapsel

    1 Kapsel enthält 92,3 mg Saccharose + 6,5 mg Lactose-Monohydrat und somit ca. 0,008 BE

 

 

Gegenanzeigen

  • Darf man Perenterol bei einer Hefeallergie einnehmen?

    Eine Überempfindlichkeit gegen Hefe, also eine Hefe-Allergie, stellt eine Gegenanzeige von Perenterol dar, da in diesen Fällen auch eine allergische Reaktion gegen die in Perenterol enthaltene Hefe Saccharomyces boulardii zu erwarten ist.

  • Darf Perenterol bei einer geschwächten Immunabwehr eingenommen werden?

    Nein, Patienten die aufgrund von z. B. HIV-Infektion, Organtransplantation, Leukämie, bösartigem Tumor, Bestrahlung, Chemotherapie, langzeitig hoch dosierter Kortisonbehandlung ein geschwächtes Immunsystem haben, dürfen aufgrund des bisher nicht einschätzbaren Risikos einer generalisierten Besiedlung mit Saccharomyces boulardii (Fungämie) kein Perenterol einnehmen. In der Vergangenheit sind Einzelfälle aufgetreten, in denen diese Patienten eine Fungämie entwickelt haben.

  • Darf Perenterol bei Patienten mit liegendem Zentralvenenkatheter verabreicht werden?

    Nein, aufgrund des bisher nicht einschätzbaren Risikos einer generalisierten Besiedlung mit Saccharomyces boulardii (Fungämie) dürfen diese Patienten kein Perenterol einnehmen. In der Vergangenheit sind Einzelfälle aufgetreten, in denen diese Patienten eine Fungämie entwickelt haben.

  • Stellt die Einnahme von MAO-Hemmern eine Gegenanzeige dar?

    Nein, auch wenn dies auf andere Saccharomyces boulardii-haltige Präparate zutrifft, ist dies zulassungsrechtlich für Perenterol geklärt und stellt somit keine Gegenanzeige dar.

 

 

Wechselwirkungen

  • Gibt es bekannte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln?

    Ja, die gleichzeitige Einnahme von im Magen-Darm-Trakt wirksamen Antimykotika (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen) kann das Behandlungsergebnis von Perenterol beeinträchtigen. Hingegen treten keine Wechselwirkungen auf bei gleichzeitiger Anwendung von Perenterol und z. B. auf der Haut wirksamen Atimykotika.

 

 

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Kann man Perenterol in der Schwangerschaft / Stillzeit anwenden?

    Da keine Ergebnisse experimenteller Untersuchungen über die Anwendung von Perenterol bei Schwangeren oder Stillenden vorliegen, soll Perenterol in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

 

 

Dosierung

  • Wie ist Perenterol zur Prophylaxe des Reisedurchfalls einzunehmen?

    Für die Prophylaxe des Reisedurchfalls lautet die Dosierung 1-2mal täglich 1 Kapsel Perenterol forte. Die Behandlung beginnt 5 Tage vor der Abreise und wird für die gesamte Reisedauer fortgesetzt.

 

 

Anwendung

  • Ist Perenterol sondengängig? Muss es als Vorbereitung für die Verabreichung per Sonde gemörsert werden?

    Die Vorbeugung und Behandlung von Diarrhoen unter Sondenernährung ist eine zugelassene Indikation für Perenterol.


    Anwendung:
    Die Kapsel wird auseinander gezogen, das Pulver in die Sondennahrung gegeben und vermischt. Eine besondere Aufarbeitung des Perenterol (wie z.B. Mörsern) ist nicht erforderlich.

    Falls sich das Behältnis der Sondennahrung nicht öffnen lässt, kann man den Kapselinhalt z.B. in etwas Wasser einrühren und mit einer Spritze der Sondennahrung zufügen. Perenterol sollte nicht separat verabreicht werden, sondern immer der Sondennahrung zugefügt werden.

  • Kann Perenterol gleichzeitig mit einem Antibiotikum eingenommen werden oder muss die Einnahme zeitversetzt erfolgen?

    Als Hefe ist Saccharomyces boulardii refraktär gegenüber Antibiotika und wird somit nicht durch Antibiotika abgetötet. Eine zeitversetzte Einnahme ist aufgrund dessen nicht erforderlich.

  • Wie sollte man Perenterol einnehmen?

    Die Einnahme sollte ca. 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen.

  • Wie lange darf man Perenterol einnehmen?

    Für die Einnahme von Hefepräparaten sind prinzipiell keine Einschränkungen der Anwendungsdauer bekannt. Jedoch sollte bei Durchfällen, die länger als 2 Tage andauern oder mit Blutbeimengungen oder Temperaturerhöhungen einhergehen, ein Arzt aufgesucht werden.

 

 

Lagerung und Haltbarkeit

  • Wie ist Perenterol zu lagern?

    Für Perenterol gibt es – im Gegensatz zu anderen Saccharomyces boulardii-haltigen Arzneimitteln – keinen Lagerungshinweis.

 

 

Sonstiges

  • Sind die Perenterol-Kapseln magensäure-resistent?

    Nein.

  • Wie lange dauert es, bis Saccharomyces boulardii nicht mehr im Stuhl nachgewiesen werden kann?

    Nach Absetzen der oralen Einnahme dauert es 5 Tage bis Saccharomyces boulardii nicht mehr im Stuhl nachweisbar ist.

  • Ist Perenterol erstattungsfähig?

    Ja, Perenterol ist erstattungsfähig für Kleinkinder und Kinder unter 12 Jahren.

  • In der FI ist vermerkt, dass bei einer mikrobiologischen Untersuchung falsch positive Befunde erstellt werden könnten. Was ist damit gemeint?

    Bei Saccharomyces boulardii handelt es sich um einen Hefepilz. Wird während der Behandlung mit Perenterol eine mikrobiologische Stuhluntersuchung durchgeführt, kann dieser Test aufgrund des Perenterols positiv ausfallen, so dass eine genauere Spezifizierung der Pilzart zu erfolgen hat. Aufgrund dessen sollte bei einer mikrobiologischen Stuhluntersuchung die Einnahme von Perenterol dem Untersuchungslabor mitgeteilt werden. Andere Tests, wie z.B. auf Rota-Viren werden hingegen nicht beeinflusst.

 

 

Perenterol® forte 250 mg Kapseln. Wirkstoff: Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 (Synonym: Saccharomyces boulardii). Zus.: 1 Hartkapsel enth.: 250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae Hansen CBS 5926, min. 1,8x1010 lebensfäh. Zellen/g Lyophilisat. Sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Gelatine, Natriumdodecylsulfat, Farbstoff: Titandioxid (E171). Anwend.: Zur symptom. Behandlung akuter Diarrhöen. Zur Vorbeugung und symptom. Behandlung v. Reisediarrhöen sowie Diarrhöen unter Sondenernährung. Zur begleitenden Behandlung (als Adjuvans) b. chron. Formen d. Akne. Gegenanz.: Bek. Überempfindl. gg. Inhaltsst., Hefeallergie, insb. gg. Saccharomyces boulardii; Pat. m. ZVK; schwerkranke od. immunsuppr. Patienten aufgr. d. Fungämierisikos. Säuglinge und Kleinkinder unter 2 J. sind in jedem Fall v. einer Selbstmedikation auszuschließen u. nur nach Rückspr. mit d. Arzt zu behandeln. Schwangerschaft u. Stillzeit: Keine Anwendung. Hinweis: enthält Lactose. Pat. m. selt. hereditärer Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel od. Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Perenterol® forte 250 mg nicht einnehmen. Nebenw.: Sehr selten: Fungämie b. Pat. mit ZVK u. b. schwerkrank. od. immunsuppr. Pat. Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindl.reakt. in Form v. Juckreiz, Urtikaria, lokal. od. generalisier. Exanthem, Quincke-Ödem, Atemnot u. anaphylaktischer Schock, Blähungen. Weit. Angaben s. Gebrauchs- u. Fachinformation. Stand: Dezember 2017. MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Kuhloweg 37, 58638 Iserlohn.