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Sachsen-Anhalt

Lieferengpässe und Studentenbörse

Gegen Lieferengpässe: Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt will beim Deutschen Apothekertag (DAT) die Bundesregierung auffordern, tätig zu werden.Foto: Elke Hinkelbein

Berlin - Die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt will beim Deutschen Apothekertag (DAT) in München ein Zeichen gegen Lieferengpässe setzen: Die Bundesregierung soll aufgefordert werden, sich des Problems anzunehmen und die Gefahr von Engpässen bei künftigen Entscheidungen zu beachten. Ein entsprechender Antrag zum DAT wurde auf der Kammerversammlung beschlossen.

„Es ist ein Aufruf an die Regierung, tätig zu werden“, so Kammerpräsident Dr. Jens Andreas Münch. Auf der Kammerversammlung wurden außerdem Änderungen der Berufs-, der Wahl- und der Weiterbildungsordnung beschlossen. Es handelt sich Münch zufolge um formale Anpassungen an die Rechtslage.

In seinem Bericht ging Münch auch auf den Leitbildprozess ein: Während er mit der Beteiligung der Apotheker in Sachsen-Anhalt zufrieden ist, gefällt ihm der neue Titel „Apotheke 2030“ nicht so gut: „Das gibt dem Ganzen etwas Endliches“, so Münch. Es solle aber weder Druck aufgebaut noch das Gefühl vermittelt werden, man habe viel Zeit. Für die Einführung eines Medikationsmanagements beispielsweise müssten Aus-, Fort- und Weiterbildung angepasst werden.

Das soll aber nicht abschrecken: „Das Medikationsmanagement ist eine Aufgabe für uns“, sagte Münch. Die Ärzte sollten natürlich beteiligt werden. Aber echtes Medikationsmanagement sei nur in Apotheken möglich. „Hier ist der Apotheker gefragt – in Zusammenarbeit mit dem Arzt.“


Münch sieht aber durchaus Chancen für mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Ärzten. Die Kooperation sollte aus seiner Sicht schon in der Ausbildung beginnen, um mehr Verständnis zu erreichen. Der Vizepräsident der Kammer, Dr. Lars Mohrenweiser, habe beispielsweise in einer Weiterbildungsveranstaltung für Allgemeinmediziner über die Problematik eines korrekt ausgestellten Rezeptes referiert.

Weitere Vorträge sollen nach dem Willen des Kammerpräsidenten folgen: „Wir wollen noch mehr Kontakt aufnehmen“, sagt Münch. Er hofft, dass es auch an der Universität gemeinsame Lehrveranstaltungen von Pharmazeuten und Ärzten geben wird. Dies sei aber noch Wunschdenken.

Die Nachwuchsarbeit ist auch darüber hinaus ein großes Thema der Kammer: Mithilfe einer Ausbildungsbörse in Magdeburg sollen die Pharmaziestudenten aus Halle auch jenseits der Saalestadt Praktikantenstellen finden. Die erste Börse Ende 2013 ist Münch zufolge sehr gut angekommen und soll in diesem Jahr wiederholt werden.

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