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Amazon: „Pillen-Prime“ nur in München – vorerst

Berlin - Apothekenprodukte von Amazon soll es zunächst nur in München geben. Auch wenn es zahlreiche Anfragen gebe: Derzeit existierten keine konkrete Pläne, in Berlin nach einer weiteren Apotheke zu suchen, sagt ein Sprecher. In anderen Städten gebe es den Expressdienst „Prime Now“ schlichtweg nicht. Rechtlich sieht sich der Konzern auf der sicheren Seite.

Für die Kooperation mit der Bienen-Apotheke habe man sich bewusst entschieden, weil durch die 15 Filialen auch eine Präsenz vor Ort gewährleistet sei, so der Sprecher. Jeder Bestellung liege ein Infozettel bei, in dem auf die Kontaktmöglichkeiten hingewiesen werde.

Um keine rechtlichen Probleme zu bekommen, hat der Konzern seine Infrastruktur eigens auf die Apotheke zugeschnitten: So wird die Ware nicht wie sonst üblich zum Logistikzentrum „Neue Hopfenpost“ in der Arnulfstraße geliefert, sondern direkt zum Kunden. Außerdem würden die Tüten nicht hinterlegt oder beim Nachbarn abgegeben, sondern ausschließlich dem Empfänger ausgehändigt. Als Kurierdienste sind Interkep und System-Logistik dabei.

Um Verwechslungen auszuschließen, sei das System mehrfach gesichert, so der Sprecher. So müsse der Fahrer die Tüte bei der Abgabe beispielsweise gegenscannen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sei die Adresse auf dem Aufkleber auf der Tüte auch nur codiert, einzig der Fahrer könne den Code auslesen. Selbst der Apotheker kenne die Adresse nicht, sofern er nicht in seinem System nachsehe.



Seit gestern Abend können Kunden in München bei Amazon im Expressdienst „Prime Now“ auch Apothekenprodukte bestellen. Die Ware stellt die Bienen-Apotheke Laimer Platz von Michael Grintz als Partner bereit. Beliefert werden OTC-Medikamente und apothekenexklusive Waren wie Kosmetik. Die Bestellung kommt über eine App in die Apotheke und wird innerhalb von 15 Minuten vom Fahrer abgeholt. Ein Mitarbeiter stellt die Ware zusammen. Wenn apothekenpflichtige Ware enthalten ist, gibt ein Apotheker die Sendung frei.

Um eine Bestellung auszulösen, gibt der Kunde einfach auf der Website Primenow.de oder in der kostenlosen App seine Postleitzahl ein und bekommt anschließend das Sortiment sowie die in seinem Liefergebiet verfügbaren Shops lokaler Partner angezeigt. Der Kunde wählt zwischen einer Lieferung innerhalb einer Stunde für 6,99 EUR oder der kostenlosen Lieferung innerhalb eines frei wählbaren 2-Stunden-Zeitfensters von Montag bis einschließlich Samstag. Die verfügbaren Lieferzeiten variieren je nach Händler, die Bienen-Apotheke sind von 8 bis 22 Uhr verfügbar. Der Mindestbestellwert beträgt 20 Euro pro Bestellung.

Anders funktioniert das ebenfalls vor Kurzem in Berlin gestartet Konzept Amazon Fresh. Hier sind ebenfalls lokale Einzelhändler mit an Bord, sie liefern aber die Ware zu Amazon. Dort wird der komplette Wocheneinkauf konsolidiert und innerhalb eines vereinbarten Zeitfensters ausgeliefert. Prime-Mitglieder zahlen 9,99 Euro pro Monat, bei weniger als 40 Euro Einkaufswert fallen Versandkosten von 5,99 Euro an.

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