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Generationswechsel eingeleitet

Neuer Geschäftsführer: Kehr holt DocMorris-Profi

Berlin - Der Privatgroßhändler Richard Kehr stellt sich für den anstehenden Generationswechsel neu auf. Perspektivisch sollen die Kinder der Inhaberbrüder übernehmen, zur Vorbereitung wurde ein neuer Posten im Führungsteam geschaffen: Mit Thomas Linsenmaier zieht ein Logistikexperte beim Privatgroßhändler ein, der sich unter anderem wegen seiner Tätigkeit bei DocMorris mit EDV und Arzneimittelversand bestens auskennt.

Bei Kehr verantwortet Linsenmaier die Bereiche Qualitätssicherung und Technik für alle drei Standorte des Privatgroßhändlers – in Braunschweig, Berlin und Dessau. In der Geschäftsführung verbleiben die Brüder Hanns-Heinrich Kehr und Ulrich Kehr sowie Stefan Holdermann. Letzterer ist Partner bei Kehr Holdermann und mit der neuen Struktur ebenfalls in die Geschäftsführung bei Richard Kehr in Braunschweig eingestiegen.

Linsenmaier kennt sich mit Medikamenten aus: Acht Jahre lang war er von 2008 bis 2016 als Director Operations Mitglied der Geschäftsleitung der niederländischen Versandapotheke DocMorris. In Heerlen verantwortete er in dieser Funktion das operative Geschäft. Zuvor war er vier Jahre in Halle bei Zur Rose als Bereichsleiter Logistik und Ordermanagement beschäftigt. Davor hatte er für Otto gearbeitet, zuletzt war er beim Logistikanbieter Loxxess.

Bisher habe es keinen COO bei Kehr gegeben, sagt Hanns-Heinrich Kehr. „Wir wollten das operative Geschäft aller drei Standorte in einer Hand sehen.“ Die Tätigkeiten innerhalb der Geschäftsführung würden zunehmend komplexer, ergänzt Ulrich Kehr. Die Verstärkung des operativen Managements komme genau zum richtigen Zeitpunkt. „Thomas Linsenmaiers Expertise in den Bereichen Logistik und Organisation sind ideale Voraussetzungen für seine neuen Aufgaben bei uns im Unternehmen,“ sagt er.

Der neue Geschäftsführer kann als Mittler zwischen den Generationen gesehen werden. Denn mittelfristig wollen sich die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter aus dem operativen Geschäft zurückziehen. „Es braucht noch Zeit, bis der Generationswechsel ansteht“, sagt Hanns-Heinrich Kehr. „Es ist angedacht, dass wir Kehr unsere Kindern übergeben.“

Sein Sohn, derzeit noch in einer Unternehmensberatung tätig, sowie seine Nichte, die bereits im Unternehmen tätig ist, sollen den Privatgroßhändler in einigen Jahren übernehmen. Deshalb werde bereits jetzt „der Unterbau verstärkt“, so Kehr. Linsenmaier passt mit einem Alter von 54 Jahren zu beiden Generationen. „Er hat noch elf Jahre bis zur Rente“, sagt Kehr. „Der Generationswechsel ist die Königsdisziplin im Großhandel. Wir haben es schon dreimal geschafft und werden es auch ein viertes Mal hinbekommen.“

Linsenmaier freut sich auf die Arbeit bei Kehr: „Für ein Familienunternehmen sind Kontinuität und Führungsstruktur von großer Bedeutung. Ich freue mich darauf hier bei Kehr den Übergang in die nächste Generation aktiv mitzugestalten“, sagt er.

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