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IT-Umstellung

Apobank: Probleme bei der Kreditkartenabrechnung

Nach der IT-Umstellung bei der Apobank sind auch Probleme bei der Kreditkartenabrechnung aufgetreten.Foto: Pixabay

Berlin - Die Probleme nach der IT-Umstellung bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) sind noch immer nicht restlos behoben. Schwierigkeiten gibt es etwa bei der Kreditkartenabrechnung. Einer Sprecherin der Bank zufolge ist das Problem bekannt – und fast gelöst.

Ein Apotheker und Apobank-Kunde wunderte sich, als er unlängst mehrere Tausend Euro in einer Buchung überwiesen bekam. Erst bei der Prüfung fiel ihm auf, dass offenbar über mehrere Wochen keine Gutschriften über die Kreditkartenumsätze mit dem Anbieter Concardis gebucht worden waren.

Eine Apobank-Sprecherin bestätigte gegenüber APOTHEKE ADHOC: „Ja, das Problem ist bekannt. Die Apobank ist bereits im engen Austausch mit Concardis und arbeitet an einer Lösung. Die Ursache konnte inzwischen auch zum Teil behoben werden. Betroffen sind Zahlungen mit Kreditkarten, die von Concardis abgewickelt werden.“

In welchem Umfang das Problem auftritt, ist nicht bekannt. Doch Steuerberatern ist durchaus aufgefallen, dass teilweise größere Rohgewinnschwankungen in den Apotheken zu verzeichnen waren, die sonst nicht zu erklären waren. Zumindest die Ursache ist jetzt geklärt, und an einer Lösung wird gearbeitet.

Zwar wurden mittlerweile viele Fehler behoben, die im Zuge der Umstellung aufgetreten sind. Ganz rund läuft das neue System aber immer noch nicht. Die Apobank hatte über Pfingsten auf ein neues Kernbanksystem gewechselt. Bei der IT-Umstellung kam es zu erheblichen Störungen: Konten waren nicht erreichbar, Zahlungen nicht möglich, auch der Großhandel konnte teilweise seine Rechnungen nicht einziehen.

Nach einer anfangs missglückten Krisenkommunikation hat die Apobank-Spitze vor etwa einem Monat ein Zeichen gesetzt: Die Genossenschaftsbank erlässt als Ausgleich für den Ärger ihren Kunden im Juni die Gebühren, richtet eine Schadensstelle ein und lässt die Pannenserie von externen Experten prüfen.

Auch personell gab es im zeitlichen Zusammenhang zur missglückten IT-Umstellung bereits Konsequenzen. Der Für das Privatkundengeschäft – und damit für die Kommunikation gegenüber den Apothekern – zuständige Vorstand Olaf Klose ist zum 19. Juni von Bord gegangen. Offiziell hat der Aufsichtsrat seinem Wunsch entsprochen, den im Jahr 2021 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern und Klose von seinen Aufgaben freizustellen.

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