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Anklage fordert Millionenstrafe

Frankreich: Prozess um Schlankmacher-Pillen

Die Pillen von Servier könnten allein in Frankreich den Tod von mindestens 500 Patienten verursacht haben – es handelt sich um einen der größten französischen Gesundheitsskandale. Foto: Olga_Shestakova/shutterstock.com

Berlin - Im Strafprozess um gefährliche Schlankmacher-Pillen in Frankreich hat die Staatsanwaltschaft Geldstrafen von zusammen 8,2 Millionen Euro gegen den Pharmahersteller Servier gefordert.

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend aus dem Gerichtssaal berichtete, will die Anklage auch eine Haftstrafe von drei Jahren für einen früheren Topmanager des Unternehmens. Die nationale Agentur für Arzneimittelsicherheit (ANSM) soll mit 200.000 Euro bestraft werden.

Der Prozess hatte bereits im vergangenen Herbst in Paris begonnen. Es handelt sich um einen der größten französischen Gesundheitsskandale. Die Pillen von Servier könnten allein in Frankreich den Tod von mindestens 500 Patienten verursacht haben - zu diesem Schluss kam eine Studie der Aufsichtsbehörde für Medikamenten-Sicherheit schon vor langer Zeit. Das Mittel soll unter anderem Herz- und Kreislaufschäden hervorgerufen haben. Das Medikament Mediator ist seit über zehn Jahren in Frankreich nicht mehr auf dem Markt, in Deutschland wurde es nicht verkauft. Servier hatte die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen.

Der Prozess soll nach bisheriger Planung Anfang kommenden Monats zu Ende gehen. Das Urteil wird dann zu einem späteren Zeitpunkt erwartet.

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