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Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Der typische Erkältungsverlauf

Kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage: die Erkältung nimmt meist einen typischen Verlauf. Betroffene sind häufig schon vor dem Aufteten der ersten Symptome ansteckend.Foto: Pixabay

Berlin - Ein grippaler Infekt dauert in der Regel etwa acht bis zehn Tage an. In den meisten Fällen nimmt Erkältung einen klassischen Verlauf: Husten, Schnupfen und Heiserkeit treten in einem bestimmten Schema auf. Daher lohnt es sich, schon zu Beginn der Erkältung den entstehenden Symptomen vorzubeugen.

Die Ansteckung mit den verantwortlichen Viren erfolgt über Tröpfchen- und Schmierinfektionen. Rhino-, Corona- und Enteroviren werden von Erkrankten beim Husten und Niesen herausgeschleudert. Sie verteilen sich außerdem über die Hände auf Oberflächen und Gegenständen. Dort können die Viren mehrere Stunden überleben. Das Tückische: Meist sind Betroffene schon ein bis zwei Tage ansteckend, obwohl sie selbst noch keine Symptome aufweisen. In dieser Zeit können sich die Erreger schon vermehren und auf andere übertragen werden.

Sind die körpereigenen Schutzmechanismen überlistet und außer Kraft gesetzt, dringen die Viren in den Körper ein. Zunächst befallen sie die Schleimhäute im Rachenbereich und der Nase. Die Funktion der Flimmerhärchen wird durch den Virenbefall herabgesetzt. Nach der Inkubationszeit, die in der Regel ein bis zwei Tage beträgt, treten erste Erkältungssymptome auf und der typische Verlauf eines grippalen Infektes beginnt.

Um den Infekt abzuwehren, produziert der Körper Abwehrzellen, die über das Blut zu den Schleimhäuten transportiert werden. Dadurch schwellen diese an und es kommt zu den ersten Erkältungssymptomen: Ein Kratzen im Hals, Schluckbeschwerden und häufiges Niesen sind der Anfang. Manchmal kommen auch ein allgemeines Schwächegefühl oder Kopfschmerzen in diesem frühen Stadium hinzu. Schon jetzt sollte die symptomatische Therapie beginnen und zeitgleich das Immunsystem gestärkt werden.

Nach ein bis zwei Tagen werden die Halsschmerzen meist vom Schnupfen abgelöst. Dieser tritt zunächst mit wässrigem, klarem Sekret auf: ein Zeichen, dass das Abwehrsystem auf Hochtouren läuft, um die Erreger auszuspülen. Die zusätzliche Sekretbildung führt außerdem dazu, dass die Schleimhäute besser mit Feuchtigkeit versorgt werden und nicht so schnell austrocknen. Häufig tränen durch das Niesen auch die Augen. Auf Dauer brennt die Nase und schmerzt vom häufigen Schnäuzen.

Während die Schluckbeschwerden in dieser Phase meist nachlassen, nehmen die Kopfschmerzen zu. Das Nasensekret wird dickflüssiger und zäher und setzt sich fest. Die Nase ist zu, der Kopf drückt und fühlt sich schwer an. Durch die erschwerte Nasenatmung gehen Betroffene zu einer Mundatmung über. Dadurch wird der Rachen trocken und die Schleimhäute werden gereizt und wund.

In dieser Erkältungsphase tritt dann häufig ein trockener Reizhusten auf, der zu weiteren Reizungen führt. Im Verlauf der Erkältung wird der Husten meist produktiv. Es bildet sich Schleim in den Bronchien, der abgehustet werden kann. Nachdem die anderen Symptome nach und nach abklingen, hält sich der Husten oft noch hartnäckig. Ist kein Schleim mehr vorhanden, haben Betroffene oft wochenlang noch einen trockenen Husten, der vor allem nachts quält.

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