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Erkältungstipps

Dampfinhalation – Mehr als nur heiße Luft

Egal ob Dampfinhalator, Vernebler oder Topf mit Handtuch: Die Inhalation ist schon seit Ewigkeiten ein fester Bestandteil der Medizin.Foto: Pixabay

Berlin - Eines der gängigsten Hausmittel bei Erkältung ist wohl die Inhalation mit Dampf. Egal ob Dampfinhalator, Vernebler oder Topf mit Handtuch, alle Varianten sind bestens gegen die trockenen Schleimhäute und festsitzenden Schleim bei einer Erkältung geeignet.

Der Begriff Inhalation beschreibt das Einatmen gasförmiger Wirkstoffe, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „anhauchen“. Die simple Behandlungsmethode bei Atemwegserkrankungen ist schon lange ein fester Bestandteil der Medizin: Schon in der Antike verordneten griechische Ärzte ihren Patienten das Einatmen von salzhaltiger Meeresluft.

Für die trockenen Schleimhäute bei einer Erkältung sind oft auch trockene Heizungsluft und schlecht gelüftete Räume im Winter verantwortlich. Hier kann eine Dampfinhalation sehr gut helfen und unterstützen. Nicht nur die Symptomatik kann sich verbessern, auch der Heilungsverlauf kann durch die befeuchteten Schleimhäute merklich besser sein. Auch wenn der heiße Dampf keine Viren abtöten kann, hat eine Linderung des Krankheitsgefühls in vielen Fällen trotzdem einen großen Mehrwert. Zudem docken Viren bei einer befeuchteten Schleimhaut auch weniger gerne an.

Die wohl einfachste Art ist die Inhalation mit Schüssel und Handtuch. Durch Zugabe verschiedener Heilkräuter oder Öle kann man je nach Beschwerdebild noch besser gegen die Symptome vorgehen. Kamille und Pfefferminze wirken entzündungshemmend; Salbei, Thymian und Eukalyptus antiviral. Doldenblütler wie Fenchel, Anis und Kümmel können festsitzenden Schleim in den Bronchien lösen und das Abhusten erleichtern. Auch einfaches Salzwasser kann in keinem Fall schaden: Salz bindet Feuchtigkeit und befeuchtet effektiv die Schleimhäute.

Auf die Zusätze bei der Dampfinhalation sollten vor allem Asthmatiker achten: Ätherische Öle sind absolut tabu, da diese Asthmaanfälle auslösen können. Auch bei Babys und Kleinkindern ist eine Inhalation mit ätherischen Ölen, Campher oder Menthol absolut kontraindiziert: Diese können zu einem Glottiskrampf führen und Atemnot auslösen. Ebenso sollten Allergiker, die empfindlich auf Lippenblütler reagieren, eher auf eine Salzinhalation zurückgreifen, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Neben der klassischen und einfachsten Variante, „aus dem Topf“ zu inhalieren, gibt es auch simple Gerätschaften zur Inhalation. Diese bestehen oftmals aus einem Behälter, auf den nach Einfüllen der zu inhalierenden Flüssigkeit ein Element mit Mund- beziehungsweise Nasenstück aufgesteckt wird. Diese Monturen sind oftmals besser zu handhaben und beugen auch Reizungen der Haut oder der Augen durch zum Beispiel ätherische Öle vor.

Wenn man ein Gerät zur Verneblung besitzt, kann auch dieses sehr gut bei einer Erkältung verwendet werden. Mit einer sterilen, isotonen Kochsalzlösung tut man seinen Schleimhäuten der oberen und unteren Atemwege ebenso etwas Gutes. Die Dauer der Inhalation ist bei keiner dieser Varianten vorgeschrieben. Der Richtwert liegt bei ein- bis dreimal täglich für etwa 5 bis 20 Minuten.

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