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Rechenzentrum mit Serverproblemen

AvP kann aktuell nicht auszahlen

Rechenzentrum mit Serverproblemen: AvP-Kunden warten nach einem IT-Umzug auf ihr Geld.Foto: APOTHEKE ADHOC

Berlin - Das private Rechenzentrum AvP hat aktuell Probleme mit der Auszahlung. Wie Firmenchef Mathias Wettstein gegenüber APOTHEKE ADHOC erklärte, ist ein Serverumzug ursächlich für die Schwierigkeiten. Etliche Apotheken warten auf ihr Geld. Beim Rechenzentrum ist man aber optimistisch, dass bald wieder alles läuft.

In der Vergangenheit hat AvP an vier Standorten Server für die Rezeptabrechnung betrieben. Die komplette Technik wurde jetzt aber zu einem externen Data-Warehouse umgezogen, um die Kosten zu reduzieren und eine noch höhere Stabilität zu gewährleisten. Letzteres hat sich mit dem Wechsel genau ins Gegenteil verkehrt: Das System liegt aktuell lahm. Auch Dienstleistungen wie ScanAdhoc laufen Wettstein zufolge derzeit nur schwerfällig.

„Wir wollten zu viele Dinge auf einmal machen“, gibt Wettstein zu und vergleicht die Situation in seinem Haus mit der missglückten IT-Umstellung bei der Apobank. Allerdings hofft der AvP-Chef, die Probleme schneller in den Griff zu bekommen als das Bankhaus.

Fakt ist: Seit dem Abend des 7. September gehen keine Vorauszahlungen von AvP mehr an die Apotheken raus. Wie viele der rund 3500 Kunden betroffen sind, ist nicht bekannt. Je nach individueller Kondition haben die Apotheken ihre Zahlung noch im Laufe des 7. September erhalten. Doch gestern und heute ist kein Cent geflossen. Wettstein zufolge hängt insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag beim Rechenzentrum fest.

In den Apotheken hat der Ausfall naturgemäß für viel Verunsicherung gesorgt – zumal die Erklärungen des Außendienstes offenbar lückenhaft bis widersprüchlich waren. Wettstein zufolge müssen sich die Kunden keine Sorgen machen. Für etwaige Verluste der Apotheken aufgrund von Liquiditätsengpässen werde das Rechenzentrum selbstverständlich einstehen.

Doch nicht nur deshalb muss Wettstein hoffen, die Probleme schnell in den Griff zu bekommen. Denn AvP untersteht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Und aufgrund der strengen Reportingpflichten weiß die Behörde natürlich längst Bescheid. „Wenn das morgen nicht läuft, stehen die hier im Haus“, vermutet Wettstein. Gerüchte, wonach bereits aktuell Kontrolleure der beim Rechenzentrum engagierten Banken im Haus seien, weist Wettstein zurück. Als der BaFin unterstelltes Unternehmen habe AvP zwar permanent externe Prüfer im Haus, dies habe aber nicht mit den aktuellen Ausfällen zu tun, so Wettstein.

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