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Pro AvO sammelt Apotheken ein

Apora startet im Herbst

Apora startet im Herbst. Ab August sollen schon Apotheken eingesammelt werden.Screenshot

Berlin - Die Initiative Pro AvO hat heute ihr Apothekenportal Apora vorgestellt. Ab Juli sollen Apotheken für die Plattform geworben werden. Wenn einige tausend Apotheken mitmachen, sollen ab Herbst die Verbraucher angesprochen werden. Geplant ist außerdem, die Apotheken über ein Genossenschaftsmodell am Erfolg der Plattform zu beteiligen. Details hierzu gibt es aber noch nicht.

Grundsätzlich kann jede Apotheke bei Apora mitmachen. Hinter der Initiative Pro AvO stehen derzeit Noventi, der Wort & Bild Verlag, BD Rowa und die Großhändler Gehe und Sanacorp. Apora soll den teilnehmenden Apotheken ermöglichen, ihr stationäres Geschäft um digitale Lösungen zu ergänzen. Durch die Vernetzung zu einer gemeinsamen Plattform für Transaktionen und Bestellungen sollen die Apotheken online Umsätze generieren und die eigenen Kunden binden.

Ab August sollen die Apotheken eingesammelt werden. Die technische Registrierung soll nur etwa 10 bis 20 Minuten in Anspruch nehmen. Ein gegebenenfalls schon bestehender Webshop der Apotheke kann integriert werden. Für die Abwicklung der verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten in Apora benötigt die Apotheke nur ein Paypal-Konto.

Wenn der Kunde im Smartphone seinen Standort freigibt, werden ihm die umliegenden Apotheken angezeigt, die an Apora teilnehmen. Die Produktsuche ist intelligent und verlinkt auch direkt auf Beiträge aus dem Ratgeber. Sucht der Kunde beispielsweise „Kopf“, werden ihm entsprechende Präparate angezeigt, Ratgebertexte – und sogar Apotheken, die das Wort im Namen führen.

Zentraler Bestandteil ist die Verfügbarkeitsabfrage, sodass der Kunden sofort sehen kann, welche Apotheke das gesuchte Arzneimittel an Lager hat. Auch die Bereitschaft, das gewünschte Präparat über den Botendienst auszuliefern, ist hier hinterlegt. Mit dieser Funktion dürfte ein gewisser Wettbewerbsdruck unter den teilnehmenden Apotheken einhergehen. Dieser beschränkt sich allerdings auf den Service, denn einen OTC-Preisvergleich wird es bei Apora nicht geben.

Noch nicht verraten wurde bei der Präsentation, was die Apotheken die Teilnahme kosten soll. Jedenfalls zum Start ist damit zu rechnen, dass dies kostenlos geschieht, schließlich wollen die Beteiligten schnell starten. Erwirtschaftet die Plattform Gewinne, könnten diese zumindest teilweise an die Apotheken zurückfließen. Die Gründung einer Genossenschaft ist in Planung, Details daztu gibt es aber auch frühestens im Herbst.

Sanacorp-Geschäftsführer Frank Hennings erklärte, das eigene Angebote der Teilnehmer – wie Mea von Sanacorp oder Gesund leben von Gehe – integrierte werden können. Diese könnten zwar das Angebot ergänzen, es müsse aber eine starke Marke nach außen geben, um die Synergien zu nutzen. Der Endverbraucher erwarte so eine Lösung von den Apotheken. „Das ist zum richtigen Zeitpunkt das richtige Produkt“, ist Hennings überzeugt.

Noventi-Chef Dr. Hermann Sommer erklärte, dass man sich natürlich jetzt auf die Einführung des eRezepts freue. Bis dahin können Rezepte abfotografiert und über die App an die Apotheke transferiert werden. Eine gezielte Zusammenarbeit mit Krankenkassen – wie Noventi es beim eRezept mit der TK bereits hat, ist für Apora zum Start nicht geplant. Man sei aber offen für alles, erklärte Sommer.

„Pro AvO ist eine offene Plattform für alle Apotheken und Anbieter aus der Gesundheitsbranche und hat den Anspruch, das beste Angebot für den Nutzer zu bieten“, sagt Geschäftsführer Peter Menk. „Für den Endkunden ist ein Portal dann interessant, wenn er ein flächendeckendes Angebot vor Ort findet. Wir planen, Apora im Spätherbst für die Endkunden freizuschalten“, so Menk. Apora soll es den teilnehmenden Apotheken ermöglichen, ihren größten Wettbewerbsvorteil zu nutzen: „Den schnellsten Weg zum Medikament, kombiniert mit der persönlichen Beratung und dem Vertrauen in den Apotheker vor Ort.“

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