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Hessen

Apotheker zahlen für Frankfurter PTA-Schule

Berlin - Die PTA-Schule in Frankfurt bekommt eine Finanzspritze vom Hessischen Apothekerverband (HAV). Auf diese Weise soll die Durchführung des Jahrgangs 2016/2018 sichergestellt werden. Auf der ordentlichen HAV-Hauptversammlung Anfang September soll dann darüber nachgedacht werden, wie einerseits die Finanzierung dauerhaft sichergestellt werden kann und wie andererseits mehr Schüler gewonnen werden können.

Der HAV ist über die Stiftung Collegium Pharmazeuticum Träger der PTA-Schule in Frankfurt. Bislang konnte sich die Schule aus eigenen Mitteln finanzieren. Schwierig wurde es seit 2012, als sowohl Fördergelder aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) als auch Landesmittel wegfielen. Daraufhin wurden die Schulgelder angehoben. Derzeit liegen diese bei 390 Euro im Monat.

Theoretisch könnte sich die Schule über das Schulgeld finanzieren – allerdings gibt es zu wenig Schüler. 140 Plätze stünden zur Verfügung, aber nur knapp 100 Schüler seien eingeschrieben, sagt Schulleiterin Bärbel Meißner. Sie ist überzeugt, dass das Schulgeld der Hauptgrund dafür ist. „Die Nachfrage ist perfekt und zukunftsorientiert ist der Beruf auch“, sagt sie. Aus ihrer Sicht müsste dieser Bedarf besser kommuniziert werden.

Der HAV will nun kurzfristig die „erheblichen Einnahmeverluste“ ausgleichen, die der Schule durch den Wegfall der Fördermittel entstanden sind. „Die Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Collegium der Schule begrüßen diesen Schritt des Verbandes, der dazu beiträgt, das Angebot an gut ausgebildeten Fachkräften für die Apotheken in Hessen auch zukünftig zu sichern“, heißt es aus der Schule.



Sie ruft nun Schulabgänger mit Realschulabschluss oder Abitur dazu auf, sich für den Ausbildungsjahrgang 2016/2018 zu bewerben. „Die PTA-Lehranstalt Frankfurt bietet die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zur/zum PTA“, wirbt die Schule. Das Kollegium bestehe aus approbierten Apothekern und PTA. Dadurch sei ein aktueller und praxisbezogener Unterricht garantiert.

Wie genau es mit der Schule weitergehen kann, ist allerdings noch ungewiss. Denn mit den HAV-Mittel, über deren Höhe sich der Verband ausschweigt, wird lediglich der nächste Jahrgang sichergestellt. Und man betont, dass es sich nur um eine „kurzfristige Aktion“ handele.

Die PTA-Schulen in Hessen haben es seit dem Wegfall der Fördermittel schwer. Die Schule in Kassel wurde nach langem Hin und Her Anfang des Jahres von den Bernd-Blindow-Schulen übernommen. Die Marburger Schule wird von der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) betrieben, hinter der Schule in Idstein steht der Konzern Fresenius.

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