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Revoice of Pharmacy

Funkenmariechen träumt von Berlin

Berlin - Diese „Revoice of Pharmacy“-Finalistin war mal Funkenmariechen: Alina Michel aus Jüchen hat viele kreative Dinge ausprobiert. Querflöte, Blockflöte, Tanzen, Singen, Büttenrede – mit diesen Talenten kann man nur an einem Ort landen: In Berlin, im Finale von Revoice of Pharmacy!

Geboren wurde sie in Neuss, aufgewachsen ist sie in Jüchen bei Grevenbroich. Da ist man quasi per Geburt Mitglied im Karnevalsverein KG Rot-Weiß Gierath-Gubberath. Deren Devise lautet: „Jeck bliev Jeck”. Und ein bisschen jeck zu sein, ist ja nie verkehrt. „Ich war immer gern beim Kinder-Karneval, habe kleine Büttenreden gehalten und in Sketchen mitgespielt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals nicht gesungen hätte.” Wenn sie aus ihrem Leben erzählt, merkt man: Die Bühne ist ihr Ort.

„Meine Eltern haben meine Musikalität immer gefördert, mein Opa hat sogar an der Oper gesungen”, sagt die 27-Jährige. Sie war im Schulchor, in der Musical-AG und hat vor Auftritten an der Choreographie mitgearbeitet. Nach dem Abitur entschied sie sich für den Beruf PKA.

„Bei mir im Jahrgang hat sich niemand für diese Richtung interessiert. Aber ich wusste schon als Kind, dass ich eines Tages in einer Apotheke arbeiten will. Sie haben mich immer schon fasziniert”, sagt sie. Die Atmosphäre, die weißen Kittel, die vielen Schubladen. Eine große, geheimnisvolle Welt für ein kleines Mädchen.



Weil sie das Kaufmännische mag, entschied sie sich, zuerst eine PKA-Ausbildung zu machen – und dann noch eine zur PTA. Seit März 2016 arbeitet sie in der Aeskulap-Apotheke in Moers. Mit Schubladen hat sie derzeit erfreulicherweise noch viel zu tun, denn ihre Apotheke hat noch keinen Kommissionierer. Aber demnächst wird umgebaut, dann zieht die neue Technik in der Aeskulap-Apotheke ein. Alina wird die Schubladen vermissen, obwohl so ein Kommissionierer natürlich viele Vorteile bietet. „Wenn ich einem Kunden etwas empfehlen möchte, mir aber der Name nicht einfällt, gehe ich zu der Schublade, in der es liegt. Der Kommissionierer wird eine Umstellung, aber ich werde mich schnell daran gewöhnen.”

Derzeit überlegt Alina, ob sie ein Pharmazie-Studium machen soll. „Nach dem Abi wollte ich nicht studieren, aber jetzt habe ich Lust darauf.” Die Krefelderin nennt als Wunsch-Studienorte Düsseldorf, Münster oder Bonn, im kommenden Jahr soll es losgehen.

Nach zwei Ausbildungen weiß sie: „Apotheke ist auf jeden Fall mein Beruf. Ich finde es schön, wenn man sein Wissen weitergeben und das Gelernte anwenden kann. Ich helfe gerne Menschen. Und ich war immer schon an Biologie interessiert, habe mich gefragt, was im Körper passiert, wenn ich ein Medikament einnehme. Deshalb möchte ich gern das Pharmazie-Studium machen.” Außerdem arbeitet sie gern im Labor: „Ich mache gern Rezeptur und Prüfungen, weil es interessant und abwechslungsreich ist.”



Ihre Kollegen in der Aeskulap-Apotheke haben Alina bei ihrer Bewerbung für „Revoice of Pharmacy” unterstützt. „Ich habe ziemlich lange mit der Bewerbung gewartet, sie haben gesagt, ich solle mitmachen, weil ich nichts verlieren könne.” Als Test hat sie Kollegen Musik-Videos geschickt, auf denen sie singt: „Ich bin sehr selbstkritisch, habe mich lange nicht getraut, mein Revoice-Bewerbungsvideo zu machen. Mein Freund Christian hat dann gesagt: ‘Du machst das jetzt.” Die Stimme der Liebe zeigte Wirkung, sie nahm ihr Video auf („Alleine, ich kann nicht singen, wenn mein Freund im Raum ist.”), schickte es an die Redaktion von APOTHEKE ADHOC - und überzeugte die Jury.

Gegen Stress hat Alina ein ungewöhnliches Hobby: „Ich puzzle furchtbar gerne.” An den Wänden ihrer Wohnung ist kaum noch Platz. Einfache Puzzles sind allerdings nichts für die PTA: „Für mich beginnt ein Puzzle ab 2000 Teilen. Puzzles mit hundert oder tausend Teilen sind langweilig.” Sie liebt die Herausforderung. Puzzles wie zum Beispiel „Paris bei Nacht”, bei denen ein Großteil aus dunkelblauen und schwarzen Puzzleteilchen besteht, sind wirklich nur für sehr geduldige Menschen.

„Für mich ist das nach einem anstrengenden Arbeitstag die beste Entspannung”, sagt die PTA, „ich habe schon als Kind gern gepuzzelt. Es macht mir Spaß, davor zu sitzen und nachzudenken und ist total entspannend. Ich sitze oft stundenlang vor einem Puzzle.” Das Ergebnis sind unter anderem Wand-Puzzles von Marilyn Monroe, Berlin bei Nacht und Paris bei Nacht. Demnächst lernt die PTA aus Moers Berlin kennen, auch bei Nacht: Im September treffen sich die fünf „Revoice of Pharmacy“-Finalistinnen in der Hauptstadt zum Stimm-Coaching mit Musikproduzent Nik Hafemann. Drei Tage lang werden sie in den legendären Hansa-Studios an ihren Stimmen feilen.

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