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Fünf Tipps gegen Atemnot

Erstickungsangst: Um die Luftnot zu lindern, gibt es spezielle Haltungen und Techniken, die den Brustkorb entlasten. Foto: Pixabay

Berlin - Atemnot kann ein Begleitsymptom vieler Erkrankungen sein. Sie kommt jedoch nicht nur bei typischen Lungenerkrankungen wie Asthma, COPD oder Mukoviszidose vor. Auch Herzschwäche oder Panikattacken können zu Luftnot führen. Häufig leiden Betroffene vor allem unter Belastung oder in Stresssituationen unter den Beschwerden, bei Allergikern können auch bestimmte Allergene triggern. Trotz medikamentöser Behandlung kann die Atmung erschwert sein und die Luft wegbleiben. Hier kommen fünf Tipps gegen die Atemnot.

Tipp eins: Nicht schonen!
Starke Atemnot kann unangenehm sein und Gefühle von Erstickungsangst hervorrufen. Viele Betroffene neigen daher dazu, ein Schonverhalten anzunehmen. Dieses führt jedoch zu einem Teufelskreis: Die körperliche Belastbarkeit nimmt immer weiter ab, was eine verstärkte Atemnot zur Folge hat. Patienten mit Atemnot sollten also unbedingt in Bewegung bleiben und moderaten Sport weiterführen, solange die Grunderkrankung es zulässt. Spezielle Lungensportgruppen sind abgestimmt auf die Bedürfnisse von Atemnot-Patienten. Die Bewegung und der Kontakt zu anderen Betroffenen können hilfreich sein.

Tipp zwei: Ruhig bleiben!
Bei beginnender Atemnot ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen. Diese verengt die Bronchien zusätzlich und erschwert das Atmen noch mehr. Um solche Situationen zu verhindern, sollten Stresssituationen nach Möglichkeit gemieden werden. Eine langsame, ruhige Atmung ist wichtig, um die Luftnot zu bekämpfen. Schnelles, hektisches Atmen stellt dem Körper nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung. Es kann hingegen helfen, tief durch die Nase ein- und durch den Mund auszuatmen, bis die Lunge sich komplett entleert hat.

Tipp drei: Fokus setzen
In Situationen von Atemnot und Erstickungsangst kann es helfen, den Fokus bewusst auf die Atmung zu lenken. Dabei kann die sogenannte „Kontaktatmung“ zum Einsatz kommen. Betroffene legen eine Hand flach auf den Bauch und konzentrieren sich auf das Heben und Senken der Bauchdecke. Häufig wird bei Atemnot eine flache Brustkorb-Atmung eingenommen. Konzentrieren sich Betroffene jedoch auf die Atmung in den Bauch, wird sie tiefer und die Luftnot wird gebessert.

Tipp vier: Lippenbremse und Kutschersitz
Die Luftnot kann durch Entlastung der Lunge vermindert werden. Dazu gibt es spezielle Haltungen und Techniken, die angewendet werden können: Beim Kutschersitz setzen sich Betroffene auf einen Stuhl und beugen den Oberkörper vor. Dann werden die Ellbogen auf den Knien abgestützt. Diese Haltung führt zu einer Entlastung des Brustkorbes, wodurch das Atmen erleichtert wird.

Die Lippenbremse ist vor allem bei Lungenerkrankungen bekannt, sie hilft jedoch auch gut bei Panikattacken. Bei dieser Technik werden die Lippen locker aufeinandergelegt, sodass ein schmaler Spalt entsteht. Wichtig ist, dass die Lippen nicht aufeinandergepresst werden und die Wangen entspannt bleiben: Je weniger Spannung, desto besser. Nun wird langsam und ruhig ein- und ausgeatmet. Die Lippen bremsen den Atemstrom und erzeugen einen Gegendruck, welcher die Bronchien weitet und die Atmung erleichtert.

Tipp fünf: PEP-Geräte nutzen
Der Einsatz von PEP-Geräten kann ebenfalls helfen: PEP steht für „Positive Expiratoy Pressure“, den positiven Druck beim Ausatmen. Die Geräte sind handlich und können bequem Zuhause angewendet werden. Sie verbessern die Atmung und befreien zusätzlich von Schleim in den Bronchien, indem sie das Abhusten erleichtern. Daher werden sie nicht nur bei Erkrankungen der Lunge eingesetzt, sondern auch bei Sinusitis oder Postnasal-drip-Syndrom. Viele Geräte verfügen über verschiedene Aufsätze für Mund und Nase. Beim Ein- und Ausatmen gegen den Widerstand im Gerät baut sich ein positiver Druck in den Bronchien auf. Die Funktionsweise ähnelt der der Lippenbremsen-Technik.

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