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BaföG

Mehr Geld für PTA-Schüler

Berlin - Heute tritt die BAföG-Novelle in Kraft. PTA-Schüler können sich freuen: Wer bereits Schüler-BAföG bezieht, bekommt ab diesem Monat pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres mehr Geld. Und wer bislang die Förderung ganz knapp nicht erhalten hat, könnte jetzt einen Zuschuss bekommen. Ab Oktober gelten auch für Pharmaziestudenten die erhöhten Bedarfssätze.

Die monatlichen Bezüge wurden im neuen Gesetz um 7 Prozent angehoben. Der Förderhöchstsatz für PTA-Schüler steigt damit von 538 auf monatlich 590 Euro. Auszubildende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, profitieren besonders, denn der Wohngeldzuschlag steigt überproportional um etwa 10 Prozent von 224 auf 250 Euro. So soll gestiegenen Mietkosten Rechnung getragen werden.

Auch die Einkommensfreibeträge der Eltern steigen um 7 Prozent. Das könnte sich für Schüler auszahlen, die bisher knapp kein BAföG beziehen durften. Einen neuen Antrag zu stellen, lohnt sich, denn PTA-Schüler müssen im Gegensatz zu Pharmaziestudenten nichts von ihrem BAföG zurückzahlen. Sie erhalten das Geld als Vollzuschuss. Laut Bundesregierung sollen nun etwa 110.000 weitere Schüler und Studenten erstmals BAföG beziehen können.

Erhöht wurde auch die Grenze, ab der Minijob-Einkommen auf das BAföG angerechnet werden. Bislang lag diese bei monatlich 400 Euro. Nun können PTA-Schüler bis zu 450 Euro verdienen, ohne dass ihr BAföG gekürzt wird. Zudem wird der Freibetrag für Vermögen der Schüler um 2300 Euro auf 7500 Euro angehoben. Wer schon Kinder hat, bekommt nun einen monatlichen Zuschlag von 130 Euro pro Kind. Zuvor erhielten Eltern, die die Schule oder Uni besuchten, 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind.



Trotz der Erhöhung dürfte eine Vollfinanzierung der PTA-Ausbildung mit BAföG weiterhin schwierig werden: Allein für das Schulgeld geht ein Großteil der Ausbildungsförderung drauf. An der PTA-Schule Frankfurt werden pro Monat 390 Euro fällig. Auch an den günstigeren PTA-Schulen Bayern beträgt das Schulgeld immerhin noch 184,50 Euro monatlich.

Für Pharmaziestudenten erhöhen sich die BAföG-Sätze zum kommenden Wintersemester. Ab Oktober können die Studenten einen monatlichen Höchstsatz von 735 Euro erhalten. 2014 erhielten rund 925.000 Schüler und Studenten die Ausbildungsbeihilfe.

Für anerkannte und geduldete Flüchtlinge, die in Deutschland studieren oder eine Ausbildung machen, änderte sich schon zum Jahresanfang etwas: Bereits nach 15 Monaten Aufenthalt können sie BAföG bekommen. Zuvor mussten sie vier Jahre in Deutschland leben, um einen Antrag stellen zu können.

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