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Stellenanzeigen

Antrittsbonus und „Nase voll von Center-Apotheke“

Die Neue Apotheke Selb sucht wie viele andere Mitarbeiter, wirbt aber kreativ um Verstärkung.Screenshot Neue Apotheke Selb

Berlin - Beim Rennen um neue Mitarbeiter setzen manche Inhaber auf provokante Ansagen. Angesichts der Flut an Stellenangeboten von PTA und Apothekern stechen Annoncen mit kreativen Überschriften besser hervor. Wer hat schon nicht gerne am Samstag frei.

„PTA in Vollzeit“ – diese Überschrift im Stellenmarkt dürfte wechselwillige angesichts der Fülle an Angeboten wenig ansprechen. Kreative Anzeigen wecken mehr Interesse. Die Personalberaterin Christina Seitter rät, in die Personalsuche zu investieren: „Eine bunte und große Annonce kostet vielleicht mehr, bringt aber vielleicht schneller Erfolg. Ein Foto des künftigen Teams oder der Leitung verankern einen persönlichen Bezug.“

Einige Apotheken machen es bereits vor. In den langen Liste des Stellenmarktes der Bayerischen Apothekerkammer (BLAK) sticht manche Anzeige hervor: „Nase voll von Center Apotheken?“, schreibt Inhaberin Eva-Maria Berninger von der Alten Apotheke in Heroldsberg. Gesucht wird eine PTA für eine „moderne Vorstadt-Apotheke in Heroldsberg mit humanen Öffnungszeiten“.

In München versucht Apothekerin Christine Brux mit einer Einmalzahlung, neue Mitarbeiter zu locken. Die Inhaberin der Schloß Apotheke in Ismaning sucht PTA und Apotheker – „Ihr Neustart mit Antrittsbonus“, heißt es in der Stellenanzeige. Zusätzlich zum Antrittsbonus bietet sie Mitarbeitern auch einen Fahrtkosten- und Kinderbetreuungszuschuss und ist auch für Bewerbungen für Berufsanfänger oder Wiedereinsteiger offen.

Apotheker Manuel Stieler hat momentan zwei Stellen zu vergeben. Er sucht PTA in Teilzeit und einen Approbierten. Sein Versprechen in der Stellenanzeige: „Bei uns müssen Sie nicht bis 20 Uhr arbeiten“. Die Arbeitszeiten der Apotheker-Stelle seien verhandelbar. Die Neue Apotheke in Selb liegt im Fichtelgebirge.

Die Isar-Apotheke in München umwirbt PTA mit einer Bleibe. Eine Wohnung könne gestellt werden, heißt es in der Stellenanzeige. Dies dürfte angesichts der äußerst angespannten Immobilienmarktsituation in der bayerischen Landeshauptstadt ein echter Trumpf sein. Ob die Wohnung wie die Apotheke im angesagten Glockenbachviertel liegt, geht aus der Annonce nicht hervor. Die Silberhorn-Apotheke tut es ihr gleich und wird konkreter: Interessierte PTA erwartet nicht nur ein Gehalt 30 Prozent über Tarif, sondern auch eine 45 Quadratmeter große Zwei-Zimmerwohnung.

Personalberaterin Seitter zufolge sollte eine Annonce kurz und prägnant sein und die Apotheke unter dem Gesichtspunkt „Warum würde ich hier arbeiten wollen?“ vorstellen. Dazu könnten ein flexibles Arbeitsmodell, übertarifliche Bezahlung, Weiterbildungsmöglichkeiten oder die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gehören. Wichtig seien auch Alleinstellungsmerkmale wie ein Homöopathie-Schwerpunkt. Die Anzeige sollte nicht zu lang sein. „Im Anforderungsprofil sollten nur die absoluten Must-haves stehen.“ Natürlich dürfe auch das Logo der Apotheke und das Eintrittsdatum nicht fehlen.

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