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Gröhe bei Kehr: Kein aggressiver Preiswettbewerb

Berlin - In Niedersachsen ist Wahlkampf und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wieder auf Tour. Gemeinsam mit den drei CDU-Landtagskandidaten aus Braunschweig, Jan-Tobias Hackenberg, Oliver Schatta und Michael Berger besuchte er den privaten Pharmagroßhändler Kehr in Braunschweig. Vor rund 50 geladenen Apothekern hielt er zum Thema „Zukunft der Apotheken: Wie gut ist Deutschland aufgestellt?“ einen Kurzvortrag.

Einleitend äußerte sich Gröhe zu verschiedenen Themenkomplexen wie beispielsweise Arzneimittelsicherheit, Securpharm, Fremd- und Mehrbesitzverbot, Digitalisierung, Medikationspläne und das aktuelle BGH-Urteil zur Skontogewährung im Pharmagroßhandel. Besonders wichtig war dem Bundesgesundheitsminister aber das Thema Rx-Versandhandel.

Hierzu bezog er klar Stellung: „Arzneimittelversorgung ist weit mehr als Arzneimittelverkauf. Wir brauchen mehr und nicht weniger Beratung. Das zeigen schätzungsweise 250.000 Menschen, die jedes Jahr durch unerwünschte Arzneimittel-Wirkungen ins Krankenhaus kommen. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln darf es nicht ums Schnäppchenjagen gehen. Hier zahlt die Gemeinschaft das, was der Patient benötigt.“

Gröhe erklärte sein Ziel, die gute Arzneimittelversorgung durch Apotheken auch nachts und am Wochenende überall in Deutschland zu erhalten. „Es darf keinen aggressiven Preiswettbewerb geben, der die flächendeckende Rundum-Versorgung der Bürger durch Präsenz-Apotheken gefährdet. Deswegen trete ich für ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln ein.“

Ulrich Kehr, selbst Apotheker und geschäftsführender Gesellschafter von Kehr, sagte zum Besuch von Minister Gröhe: „Ich freue mich sehr, dass wir unseren Kunden die Möglichkeit geben konnten, ihre Fragen direkt an den Bundesgesundheitsminister zu stellen. Im Wahlkampf sind ja durchaus Themen angesprochen worden, die den Apothekern, aber auch mir, heute natürlich unter den Nägeln gebrannt haben.“ Beeindruckt zeigte sich Kehr von den klaren Aussagen des Ministers: „Ich habe den Eindruck, dass sich Hermann Gröhe sehr detailliert und ausführlich mit den Themen auseinandersetzt. Nun hoffe ich, dass in der anstehenden Legislaturperiode Themen wie das Rx-Versandhandelsverbot angepackt werden.“

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