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Medizinalhanf

Farmako will 50 Tonnen Cannabis importieren

In den kommenden vier Jahren will Farmako mit Sitz in Frankfurt am Main 50 Tonnen Cannabis importieren und so die Versorgung von Millionen Patienten in Europa sichern.Foto: Susanne Schmich/pixelio.de

Berlin - Seit März 2017 übernehmen die Kassen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für medizinisches Cannabis. In den vergangenen Jahren hat das Geschäft rund um Medizinalhanf einen Boom erlebt. Jetzt hat Farmako den weltweit größten Importvertrag für Cannabis geschlossen und will mit 50 Tonnen die Versorgung der Patienten sichern.

In den kommenden vier Jahren will Farmako mit Sitz in Frankfurt am Main 50 Tonnen Cannabis importieren und so die Versorgung von Millionen Patienten in Europa sichern. Das hessische Unternehmen konnte sich eine exklusive Partnerschaft mit Pharmacann Polska sichern, die mehrere hundert Millionen Euro in die Kassen spülen soll.

Der deutschlandweite Vertriebsauftakt ist im März 2019 geplant und soll mehr als 100.000 Euro Umsatz in der ersten Woche generieren. Die erste Lieferung soll voraussichtlich im Juni die deutschen Apotheken erreichen. Deutsche Patienten würden „endlich zuverlässig versorgt, kanadische Anbieter konnten dies in den vergangenen Jahren nicht gewährleisten“, so Farmako.

Die Unternehmen gehen zudem eine Partnerschaft in Forschung und Entwicklung ein. „Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung neuer Cannabisblüten für die spezifischen Anforderungen von Patienten“, teilt Farmako mit. Um Kosten zu senken werde in Osteuropa produziert. „Wir werden höherwertige Medikamente günstiger als unsere kanadischen Mitbewerber herstellen“, so Niklas Kouparanis, Geschäftsführer Farmako, dessen Plan es ist Europas führendes pharmazeutisches Pharmaunternehmen zu werden. „Wir versprechen, dass europäisches Cannabis für europäische Patienten, nicht nur legal, sondern auch bezahlbar und erhältlich ist.“

Geht es nach den Grünen soll demnächst auch in Berlin Cannabis für medizinische Zwecke angebaut werden. Entsprechende Unternehmen könnten mit der Aussicht auf Flächen, Gebäude und eine Anschubfinanzierung in die Hauptstadt gelockt werden, sagte Catherina Pieroth, Fraktionssprecherin für Drogen- und Gesundheitspolitik, bei der Vorstellung eines Beschlusspapiers im Berliner Abgeordnetenhaus. Auch Kooperationen mit Brandenburg seien denkbar, hieß es.

Bislang wird medizinisches Cannabis überwiegend aus Kanada und den Niederlanden importiert. Dabei komme es aber immer wieder zu Lieferengpässen, so Pieroth.

Vor wenigen Tagen hat Aurora Deutschland sein Sortiment um einen Cannabisblüten-Vollextrakt erweitert. Apotheken können mit dem Rezepturarzneimittel eine Individualrezeptur nach NRF 22.11 für die orale Gabe herstellen. Laut Hersteller ist Pedanios 5/1 der erste Vollextrakt, der bei Raumtemperatur bis maximal 25 Grad gelagert werden kann, denn die wirksamen Bestandteile sind bereits in Mittelkettigen Triglyceriden gelöst.

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