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Multiple Sklerose

Copaxone als Pen: Ohne Auslöseknopf, mit neuem Logo

Spritzen ohne Auslöseknopf: Die Injektion bei Copaxone Pen 40 mg erfolgt durch Aufsetzen des Injektors auf die Haut.Foto: Teva

Berlin - Teva hat Copaxone (Glatiramer) selbst entwickelt und 1996 zu 20 mg/ml auf den Markt gebracht. Knapp zehn Jahre später und pünktlich zum Patentablauf kam der Blockbuster zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) in der doppelten Stärke auf den Markt. Fortan mussten die Patienten das Arzneimittel nur noch an drei Tagen in der Woche und nicht mehr täglich injizieren. Um den Betroffenen die Anwendung zu vereinfachen, bringt Teva Copaxone 40 mg/ml in einem neuen Pen auf den Markt. Dieser ist ab sofort verfügbar – und zwar mit dem neuen Logo.

MS ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Das Immunsystem zerstört Teile der Nervenfasern und die Reizweiterleitung bleibt aus. Die Folge können beispielsweise Lähmungen sein. Bei den Patienten bewirken die entzündlichen Attacken im Gehirn pathogene Schwellungen beziehungsweise Schädigungen der Axone. Weltweit sind schätzungsweise zwei Millionen Menschen an MS erkrankt, in Deutschland sind etwa 150.000 Patienten betroffen. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, die Therapie zielt auf eine Behandlung der Symptome und ein Verzögern des Voranschreitens der Erkrankung ab.

Herausforderung der lebenslangen Therapie ist es, eine Behandlungsoption zu finden, die sich in den Alltag der Patienten integrieren lässt. Dabei werden an das Arzneimittel verschiedene Ansprüche gestellt, wie beispielsweise eine hohe Adhärenz und Benutzerfreundlichkeit. Zur vereinfachten Behandlung hat Teva ab Mitte März einen neuen Pen auf dem Markt, der ohne Drücken eines Auslöseknopfes eine subkutane Injektion ermöglicht.

Die Injektion erfolgt durch Aufsetzen des Injektors auf die Haut. Eine verdeckte Nadel gewährleistet eine sichere Handhabung. Über zwei akustische Klicks kann der Patient Anfang und Ende der Injektion wahrnehmen. Außerdem signalisiert eine Verfärbung des Displays auf dem Pen die abgeschlossene Injektion. Der Pen ist bereits mit einer Einzeldosis von 1 ml Glatirameracetat 40 mg vorgefüllt und sofort einsatzbereit. Nach erfolgter Applikation kann der Pen über den Hausmüll entsorgt werden. Das Arzneimittel ist in zwei Packungsgrößen erhältlich – zu 12 und 36 x 1 ml.

Auf der Verpackung des Arzneimittels ist das neue Teva-Logo zu finden. Die weißen in einander laufenden Versalien mit grünem Rand sind Geschichte. Das neue Logo ist weniger statisch. Alle Buchstaben sind in blauer Farbe klein geschrieben. Das „v“ – in verschiedenen Blau- und Grüntönen – erinnert an zwei Blätter oder Hände.

Copaxone 40 mg wird zur Behandlung der schubförmigen MS bei Erwachsenen eingesetzt. Die Betroffenen sollen wöchentlich drei subkutane Injektionen im Abstand von mindestens 48 Stunden vornehmen. Die Patienten sollen die Injektionsstelle bei jeder Anwendung wechseln. So soll das Risiko möglicher Irritationen oder Schmerzen an der Einstichstelle minimiert werden. Geeignete Körperstellen für die Injektion sind beispielsweise Bauch, Arme, Hüften oder Oberschenkel. Copaxone zu 20 mg muss täglich appliziert werden.

Der Wirkmechanismus von Glatirameracetat bei schubförmiger MS ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich ist jedoch eine Modulation von Immunprozessen beteiligt. Studien am Tiermodell legen nahe, dass der Arzneistoff auf angeborene Zellen, die an der Immunantwort beteiligt sind wie Monozyten sowie dendritische oder B-Zellen wirkt. Der Wirkstoff besitzt immunmodulierende Eigenschaften.

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