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Paketbombe

Wieder verdächtiges Paket in Apotheke – Entwarnung

Berlin - Neuerliche Schreckensstunden, diesmal in Ulm: Gestern Abend wurde ein weiteres verdächtiges Paket abgegeben, abermals war eine Apotheke Schauplatz. Nach Bild-Informationen kam es den Mitarbeitern verdächtig vor. Sie riefen heute morgen die Polizei. Wenige Stunden später kam die Entwarnung.

Das verdächtige Paket wurde nach Bild-Informationen schon gestern Abend in der Apotheke Wengentor in der Keltergasse in Ulm abgegeben. Da die Mitarbeiter den Absender nicht zuordnen konnten, riefen sie heute Morgen um 9.20 Uhr bei der Polizei an.

Die untersuchte die verdächtige Sendung und fand heraus: Es handelte sich um ein Paket aus München, ein Unternehmen hatte Weihnachtswerbegeschenke verschickt. Nicht unter seinem Namen, sondern unter einem Privatnamen. Ein Polizeisprecher sagt: „Die Apotheke hat einen überschaubaren Lieferkreis, da kein Bezug zum Absender hergestellt werden konnte, waren die Angestellten alarmiert.“

Die Polizei sperrte heute zum Teil Zufahrtsstraßen in die Ulmer Innenstadt ab. Da derzeit bundesweit vor Paketbomben gewarnt wird, war die Aufmerksamkeit der Apotheken-Mitarbeiter berechtigt. Ein oder mehrere Erpresser fordern vom Logistikkonzern DHL einen Millionenbetrag. Für den Fall, dass nicht überwiesen wird, drohen sie mit weiteren Paketbomben. Am vergangenen Freitag hatte die Potsdamer Königin Luise Apotheke ein Paket erhalten, aus dem Drähte ragten.

Die Unsicherheit ist nach wie vor groß. Am Montag landete in der Thüringer Staatskanzlei ein weiteres verdächtiges DHL-Paket mit möglicherweise explosivem Inhalt. Auch in diesem Fall konnte schnell Entwarnung gegeben werden. In Potsdam arbeitet eine Sonderkommission mit 50 Mitarbeitern an der Lösung des Falles. Bisher gab es dutzende Hinweise, aber noch keinen, der zum Ziel führte.

Die Ermittler vermuten den oder die Täter in Berlin oder Brandenburg. Grammatik beziehungsweise Rechtschreibung in dem Bekennerschreiben deuten auf den regionalen Bezug hin, weitere Details gab die Polizei diesbezüglich nicht bekannt. So lange der Täter nicht gefasst ist, ist man gut beraten, achtsam zu sein und jedes verdächtige Paket sofort der Polizei zu melden.

Nach Bild-Informationen verlangt der Unbekannte Lösegeld in Höhe von zehn Millionen Euro in der Kryptowährung „Bitcoin“. Das Datengeld ist fälschungssicher und schützt die Anonymität der Besitzer und Empfänger.

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