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RTL warnt vor den falschen Apotheken

Teure Erkältung: RTL warnt vor Apotheken, die für Erkältungsmittel mehr als 10 Euro verlangen.Screenshot

Berlin - Apothekentests bringen Fernsehsendern offenbar eine gute Quote: Nachdem das RTL-Mittagsmagazin „Punkt 12“ am Dienstag den Apothekentest des NDR aufgegriffen hatte, liefert der private Sender nun auch eine eigene Untersuchung: Darin kommen die Autoren zu dem Urteil, dass eine Erkältung „ganz schön teuer“ werden kann – „zumindest wenn man an den falschen Apotheker gerät“.

Mit den Symptomen „Kopfschmerzen, Fieber und Verschleimung“ haben die Testpersonen Apotheken aufgesucht. Der Kölner Internist Dr. Martin Holzporz erklärt in diesem Zusammenhang, „dass man mit einem Preis von durchaus unter zehn Euro hinkommen müsste, um bei dieser Erkältung entsprechend adäquat zu behandeln“.

In der ersten Apotheke bekommen die Tester nach ausführlicher Beratung ein Schmerzmittel und ein Nasenspray für 14,70 Euro – und fühlen sich gut versorgt. In einer zweiten Apotheke empfiehlt die Apothekerin zusätzlich ein Zinkpräparat für knapp 12 Euro.

Eine dritte Apotheke gibt Arzneimittel im Gesamtwert von 36 Euro ab – „viel hilft viel“, erklärt der Apotheker in dem Bericht.

Der Arzt kritisiert: „Ein teures Vitaminpräparat finde ich nicht sinnvoll, weil der Körper in der akuten Krankheitssituation gar nicht in der Lage ist, die Vitamine in diesem Moment aufzunehmen und entsprechend schon positiv umzusetzen.“

Die Tester fragten in Apotheken konkret nach Vitaminpräparate: Zwei Betriebe geben die Produkte ab, „ohne darauf hinzuweisen, dass dieses in unserem akuten Krankheitsfall gar nicht hilft“, heißt es in dem Bericht. Der Arzt beurteilt die Präparate zudem als überteuert: Eine Stärkung des Immunsystems könne man durch gesunde Ernährung mit Obst, Gemüse und Salat ebenso erreichen.

Eine Apotheke überrascht die Autoren aber auch positiv: Der Mitarbeiter weist darauf hin, dass Vitamine bei Fieber und Schmerzen nicht helfen. Den Zuschauern rät RTL nachzufragen. Patienten sollten sich immer genau erklären lassen, warum gerade dieses Medikament bei den Symptomen das richtige sei. Außerdem solle man nach No-Name-Produkten fragen, da diese meist deutlich günstiger seien.

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