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Sachsen-Anhalt

Studenten „casten“ Ausbildungsapotheken

Berlin - Persönlicher Kontakt ist unerlässlich, um pharmazeutischen Nachwuchs auf das Land zu locken. Davon ist die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt (AKSA) überzeugt und veranstaltet daher am 19. Januar eine Praktikumsbörse in Magdeburg. Dort sollen besonders Landapotheker die Gelegenheit bekommen, Pharmaziestudenten für ein Praktisches Jahr (PJ) bei sich zu gewinnen.

Knapp 30 angehende Pharmazeuten, die im 7. und 8. Semester an der Universität Halle/Saale studieren, wollen zur Praktikumsbörse kommen. Unter dem Motto „Nachwuchs trifft Praktiker“ können sich Apotheker den Studenten vorstellen und für ihre Apotheke als Ausbildungsstätte werben. An Tischen können sich Inhaber und Studenten wie beim Speed-Dating kennenlernen und Visitenkarten austauschen.

Um den Unistandort Halle herum herrscht kein Mangel an jungen Approbierten. Doch insbesondere in der Altmark und der Dessauer Umgebung tun sich Inhaber schwer mit der Suche nach Personal. „Wir brauchen allerorts Nachwuchs für unsere Apotheken“, erklärt Kammerpräsident Dr. Jens-Andreas Münch. „Ansonsten fehlen über kurz oder lang die Nachfolger und Apotheken werden verschwinden.“

Bislang haben sich 20 Apotheken zur Praktikumsbörse angemeldet. Sie können schon vorab ein Formblatt der Kammer ausfüllen, der Steckbrief wird bei der Veranstaltung aushängen. „Es hilft, sich vor den Gesprächen über das Portfolio der eigenen Apotheke Gedanken zu machen“, sagt Martin Wolff, Sprecher der Kammer. Am kommenden Dienstag werde auch er aktiv nach einem Pharmazeuten im Praktikum (PhiP) für seine Löwen-Apotheke in Altenweddingen suchen.



Seiner Erfahrung nach können ganz praktische Überlegungen Studenten davon abhalten, ihr PJ abseits der Unistadt zu absolvieren. „Zum einen muss auf dem Land eine neue Wohnung gesucht werden. Außerdem ist den Studenten eine gute Anbindung an größere Städte wichtig“, sagt Wolff. Die Apotheker aus ländlichen Gegenden sollten sich dieser Aspekte bewusst sein, wenn sie PhiP ausbilden wollen.

Zudem suchten die Studenten für ihr PJ meist eine Apotheke, die möglichst abwechslungsreiche Tätigkeiten anbieten könne. „Wenn die eigene Apotheke sehr spezialisiert ist, könnte man zum Beispiel versuchen, einen PhiP zumindest für ein halbes Jahr zu gewinnen“, so Wolff.

Die Praktikumsbörse entstand 2013 als gemeinsame Idee der Fachschaft und der Kammer. Der mittlerweile dritte Kennenlernabend findet am Dienstag, den 19. Januar, um 18 Uhr im Haus der Heilberufe in Magdeburg statt. Um die Planung zu erleichtern, bittet die Kammer interessierte Apotheker um eine vorherige Anmeldung.

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