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Tanzwettbewerb

Pole-Dance: Apothekerin bei Meisterschaft

Berlin - Apothekerin Rebekka Pech hat bei der Deutschen Polesport Meisterschaft gemeinsam mit rund 140 Athleten um einen Titel gekämpft. In der Kategorie „Weibliche Doubles über 18 Jahre“ belegte sie mit ihrer Partnerin Margarita Kalmikova den 6. Platz.

Pech tanzt seit vier Jahren an der Stange. Mittlerweile unterrichtet die Angestellte der Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach auch Pole-Dance. Auf den Wettbewerb am vergangenen Samstag hat sie sich mit ihrer Partnerin lange vorbereitet und eine Choreographie erstellt. Insgesamt dauerte der Auftritt vor der Jury vier Minuten.

Mit dem 6. Platz ist Pech zufrieden. „Wir sehen das als Spaß“, sagt die 29-Jährige. „Ich fand es schade, dass die Choreographie so wenig Punkte erhalten hat.“ Die Pharmazeutin ist in der Gruppe gegen acht weitere Teilnehmer angetreten. „Ich hatte mir mehr erhofft.“ Wofür genau es Punktabzug gegeben hat, wisse sie nicht. Insgesamt gibt es knapp 20 verschiedene Kategorien. Auch Teilnehmer über einem Alter von 50 Jahren sowie Kinder machen mit.

Der Wettbewerb in Dortmund wird von der Organisation des Deutschen Polesports (ODPS) veranstaltet. Die Deutsche Polesport Meisterschaft findet jährlich statt und ist Teil eines Netzwerks mit 25 Wettkämpfen und rund 5000 Athleten. Die Jury bewertet Pflichtelemente wie bestimmte Figuren. „Man kann aus einem Katalog auswählen und muss elf zeigen.“ Zu ihren Lieblingsfiguren zählt das Spagat, das eine große Biegsamkeit erfordere. Bonuspunkte gebe es, wenn man als Double 100-prozentig synchron tanze und die Füße durchstrecke.

Die Meisterschaft fand erstmals an zwei Tagen statt. Am Samstag schauten Pech rund 200 Besucher zu. „Da spielt die Aufregung natürlich mit“, sagt die Apothekerin. „Jede Figur hat geklappt. Das war in der Vorbereitung nicht einmal der Fall“, freut sich die Hobbysportlerin. In diesem Jahr musste sie auf ihren Auftritt weniger lange warten als im Vorjahr. 2017 sei sie erst um 22.30 Uhr an der Reihe gewesen. „Man kann nie wissen, wie lange die Jury zur Beratung oder die Stangenputzer brauchen.“

Pech unterrichtet in einem Düsseldorfer Studio und ehrenamtlich an der Heinrich-Heine-Universität. Fünf Stunden in der Woche arbeitet sie als Trainerin. Sie selbst trainiert etwa 15 Stunden. Die Approbierte kam per Zufall zu der Tanzform, bei der an einer festen oder frei drehenden Stange verschiedene Figuren gezeigt werden. Pech arbeitet seit drei Jahren in der Apotheke ihres Bruders.

Die Sportlerin hat den Mitarbeitern in der Apotheke mehr Bewegung verordnet und etwa Stretching eingeführt. Manchmal würden die Dehnungsübungen im Backoffice von Kunden bemerkt. Als gute Streckhilfe erweist sich beispielsweise eine offene Schublade des Generalalphabets. Auch ihre Eltern tragen zur Popularität Pechs mit bei. Das Apothekerehepaar führte den Betrieb bis vor zwei Jahren und hilft noch aus.

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