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Berlin: Einbrecher noch in der Apotheke verhaftet

Rabiates Vorgehen: Mithilfe eines Pflastersteins ist ein Einbrecher in Berlin in eine Apotheke eingestiegen (Symbolbild).Foto: Mühlen-Apotheke

Berlin - Ein Einbrecher in Berlin hat es am Wochenende nicht weit gebracht: In der Nacht von Samstag auf Sonntag war er in die Regina-Apotheke in Schöneberg eingebrochen. Da er sich dabei nicht gerade unauffällig verhielt, erhielt er noch in der Offizin Besuch von der Polizei.

Kurz nach vier Uhr nachts war es, als ein Anwohner wohl seine Nachtruhe gefährdet sah: Ein lautes Klirren schallte durch die Schöneberger Martin-Luther-Straße. Der Einbrecher hatte das Schaufenster der Regina-Apotheke mit einem Pflasterstein eingeschmissen und war in die Offizin geklettert, wie Inhaber Gerhard Lippold berichtet. Der „aufmerksame Anwohner“, wie ihn die Polizei nennt, griff direkt zum Telefon. Nur wenige Minuten später stand ein Streifenwagen vor der Offizin.

Der 29-jährige Täter wurde festgenommen und von den Beamten in ein Gewahrsam überstellt. Ob er es nur auf die Kasse abgesehen hatte, weiß der Apotheker selbst noch nicht. „Es sieht so aus, als hätte er irgendwas gesucht“, sagt er. Der Einbrecher habe einiges an Unordnung hinterlassen – mitnehmen konnte er freilich nichts. Lippolds Arbeitstag begann also erst einmal damit, die Offizin aufzuräumen.

Die Folgen des Einbruchs muss nun er als Inhaber ausbügeln. „Das ist vor allem ein Zeitaufwand. Ich muss Handwerker organisieren, mich mit der Versicherung in Verbindung setzen und so weiter“, sagt er. Ob seine Versicherung zahlt, wisse er noch nicht abschließend. Bis die Glaser da sind, muss sich Lippold nun selbst behelfen: „Wir haben das hier so weit selbst gesichert, dass sich an der zerbrochenen Scheibe niemand verletzen kann.“

Der Einbrecher tat wohl auch gut daran, sich ohne Widerstand festnehmen zu lassen. In Hamburg versuchten vergangenen Herbst zwei nächtliche Apothekeneinbrecher noch, vor der Polizei zu flüchten. Es brachte nicht viel, einer wurde umgehend aufgefasst, den anderen fanden die Polizisten auf einer öffentlichen Toilette – ausgestattet mit Einweghandschuhen, einem Elektroschocker und einem Päckchen Marihuana. In Braunschweig wiederum hatte ein Apothekendieb im April gehofft, der Polizei doch noch entwischen zu können – und endete im Fluss.

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