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Shop-Apotheke: Rekordverlust, Finanzchef geht

Berlin - Die Shop-Apotheke hat im ersten Halbjahr einen Rekordverlust eingefahren: Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 21 Millionen Euro, nach 15 Millionen Euro im Vorjahr. Finanzchef Ulrich Wandel geht von Bord.

Wandel war zehn Jahre lang Finanzvorstand bei Shop Apotheke, er verlässt die Firma zum 30. September auf eigenen Wunsch, um sich neuen Aufgaben zu widmen. CEO Stefan Feltens erläutert: „Dr. Ulrich Wandel hat mit dem erfolgreichen Börsengang und den folgenden Kapitalmarkttransaktionen maßgeblich zur Wachstumsstory beigetragen. Dafür spreche ich ihm im Namen des gesamten Vorstands meinen besonderen Dank aus.“

Aufsichtsratschef Jan Pyttel bedauert das Ausscheiden von Wandel, akzeptiert aber seine Entscheidung und dankte ihm für sein „außerordentliches Engagement und seine erfolgreiche Arbeit“. Die Suche eines Nachfolgers wurde angestoßen, Gespräche mit geeigneten Kandidaten werden bereits geführt. Solange wird Feltens, der vor seiner Tätigkeit für Shop Apotheke langjährig Finanzvorstand von Teva Global Operations war, kommissarisch die Aufgabe übernehmen.

Wandel sagte: „Als Vorstandsteam haben wir gemeinsam Shop Apotheke als führende europäische Online-Apotheke positioniert. Shop Apotheke Europe ist sehr gut aufgestellt, um das Wachstumspotenzial in diesem noch jungen Markt in Europa optimal zu erschließen und den Shareholder Value zu steigern – das ist eine unternehmerische Leistung, auf die ich stolz bin.“

Im ersten Halbjahr steigerte Shop Apotheke den Umsatz um 32 Prozent auf 338 Millionen Euro. Der Bereich Deutschland/Österreich/Schweiz legte um 27 Prozent auf 298 Millionen Euro zu, das Auslandsgeschäft – Belgien, Niederlande, Frankreich, Italien und Spanien – wuchs um 83 Prozent auf 10 Millionen Euro. Hier waren die Wachstumsquoten im ersten und zweiten Quartal vergleichbar, in der Region DACH lag das Wachstum von April bis Juni bei 23 Prozent, nach 30 Prozent zum Jahresauftakt.

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Anzahl aktiver Kunden um 50 Prozent auf 4,2 Millionen, die Anzahl an Bestellungen wuchs um 44 Prozent und erreichte 5,9 Millionen. 80 Prozent wurden durch Bestandskunden ausgelöst, die Rücklaufquote blieb unter 1 Prozent. Wegen des veränderten Produktmixes nach der Übernahme von Nu3 im Juli 2018 und des OTC-Wachstums lag der durchschnittliche Warenkorb in den ersten sechs Monaten mit 66,26 Euro unter dem Vorjahreswert von 74,18 Euro.

Für das Gesamtjahr bestätigt der Vorstand seine Prognose, die einen Umsatzzuwachs um rund 30 Prozent auf rund 700 Millionen Euro und ein Break Even auf EBITDA-Ebene in 2020 vorsieht. Unter dem Strich dürften vorerst keine roten Zahlen sein, schon weil die Wandelanleihen über 130 Millionen Euro bis zur Fälligkeit im Jahr 2023 mit 4,5 Prozent verzinst sind.

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