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Kosmetikhersteller

L’Oréal-Chefs besuchen Easy-Apotheke

Berlin - Politiker und Großhandelschefs sind regelmäßig in Apotheken zu Gast. Auch beim Kosmetikkonzern L’Oréal will man wissen, wie das Offizingeschäft in Deutschland läuft. Das Management aus Frankreich und Deutschland besuchte drei Apotheken in Düsseldorf.

Konzernchef Jean-Paul Agon und sein Vorstandskollege Nicolas Hieronimus sowie die Präsidentin des Bereichs Apothekenkosmetik Brigitte Liberman kamen aus Paris, um deutsche Vor-Ort-Apotheken zu besichtigen. Zudem war das deutsche Team mit auf Tour. Ziel der Besuche sei, sich ein Bild der Situation im Markt zu machen und die Bedürfnisse der Geschäftspartner zu erfahren.

Auf dem Programm standen drei Franchise- beziehungsweise Kooperationsapotheken, darunter die Easy-Apotheke in der Suitbertusstraße in Düsseldorf von Jürgen Wunderlich, die Herz-Apotheke (Gesund leben) von Daniel-Marcus Breimeyer in der Friedrichstraße und die Linda-Apotheke im Hauptbahnhof von Margarethe Wrede und Dr. Manfred Kersting. Alle drei Standorte seien „erfolgreiche Apotheken mit Konzept, Beratung und einer klaren Profilierung“. Auch drei Arztpraxen wurden besucht.

Das Management schätzt den Austausch nach eigenem Bekunden sehr. Die Treffen finden jährlich statt. Mit den Apothekern sprachen die Manager unter anderem über die Bedeutung von Dermokosmetik in der Apotheke und aktuelle Herausforderungen: Apotheker befänden sich in einer herausfordernden wirtschaftlichen Situation und müssten sich besonders in Zeiten der Digitalisierung neu erfinden.

Der Hersteller informierte vor Ort über eigene Weiterbildungen wie zur Fachkraft Dermokosmetik, über digitale Themen sowie die Außendienstbetreuung. Positiv bewerteten die Apothekenmitarbeiter demnach die neue Abendveranstaltungsreihe „Zukunft.heute“, die bisher an fünf Standorten etwa 500 Apotheker mit Themen rund um das neue digitale Kundenverhalten informiert.

Die Manager betonten, dass wettbewerbsfähige Angebote wichtig seien, damit der Apotheker aus anderen Kanälen Umsätze rekrutieren könne. „Für uns steht die Sicherstellung der Beratungsqualität unserer Marken an wichtiger Stelle“, sagte Alexander Freier, Geschäftsführer Vertrieb bei Cosmétique Active Deutschland. Der Fokus liege klar in der Zusammenarbeit mit den Apotheken, die Standorte sollten „zur Destination für Dermokosmetik“ entwickelt werden.

Der französische Konzern ist hierzulande im HV vor allem mit den Marken Vichy und La Roche-Posay präsent. Zur Apothekenkosmetik gehören auch SkinCeuticals, Roger&Gallet und CeraVe. Insgesamt macht das Offizingeschäft nur einen Anteil von 8 Prozent am Gesamtumsatz von rund 26 Milliarden Euro aus. Wichtigstes Segment sind die Consumer Produkte (L’Oréal Paris, Garnier, Maybelline New York, Softsheen-Carson, Essie) mit knapp 47 Prozent.

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