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Halsschmerztabletten

Flurbiprofen: Angriff auf Dobendan

Berlin - Die Erkältungssaison steht vor der Tür und passend zum Start halten neue Produkte mit bekannten Wirkstoffen Einzug in die Lager der Apotheken. Konkurrenz gibt es für die Halsschmerztabletten Dobendan Direkt – Hexal und Aliud ziehen mit Flurbiprofen-haltigen Lutschtabletten nach.

Gerade haben Hexal und Aliud die Produkte Flurbiangin beziehungsweise Flurbiprofen AL auf den Markt gebracht. Beide Präparate enthalten, wie Dobendan Direkt von Reckitt Benckister, das nicht-steroidale-Antirheumatikum (NSAR) mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Einen lokalanästhetischen Effekt hat Flurbiprofen nicht. Durch die Hemmung der Cyclooxygenase wird die Prostaglandin-Synthese unterbrochen; Schmerz und Entzündung verschwinden, Schwellungen gehen zurück. Der Wirkstoff kann im Mund ein Wärmegefühl, ein leichtes Brennen und ein Kribbeln verursachen. Ein Wirkeintritt ist nach etwa 30 Minuten zu erwarten und die Dauer beträgt etwa vier Stunden.

Die apothekenpflichtigen Arzneimittel sind zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung bei schmerzhaften Entzündungen der Rachenschleimhaut bei Erwachsenen und Kindern ab zwölf Jahren zugelassen. Bei Bedarf kann alle drei bis sechs Stunden eine Tablette zu 8,75 mg Wirkstoff gelutscht werden. Dabei ist die Tageshöchstdosis von fünf Lutschtabletten nicht zu überschreiten. Sollte nach drei Tagen keine Besserung der Beschwerden zu verzeichnen sein, sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen.

Hexal setzt bei Flurbiangin auf Orangengeschmack und verzichtet auf den Zusatz von Zucker, ebenso wie Dobendan Direkt zuckerfrei. Aliud mit Pfefferminzöl und Levomenthol enthält wie Dobendan Direkt Glucose. Erhältlich sind die Präparate zu je 24 Lutschtabletten. Für Flurbiangin müssen Patienten einen empfohlenen Preis von 8,65 Euro zahlen, Aliud ruft 9,45 Euro auf und der bisherige Platzhirsch Dobendan Direkt ist für 9,97 Euro zu haben. Unangefochten bleibt jedoch das Dobendan Direkt Spray, aktuell ist kein Mitbewerber in Sicht.

In der vergangenen Erkältungssaison von September bis März waren Halsschmerzmittel weniger gefragt, nur drei Marken konnten zulegen: Gelo Revoice (Pohl-Boskamp) kam im Zeitraum von September bis März auf 2 Millionen Packungen (plus 19 Prozent). Isla med von Engelhard verzeichnete ein Wachstum von 17 Prozent, Tantum verde (Angelini) legte um 26 Prozent zu. Der Rest lag unter dem allgemeinen Marktwachstum von 8 Prozent.

Dobendan (RB) entwickelte sich mit plus 6 Prozent unter Markt, war aber mit 4,2 Millionen Packungen die Nummer 1 unter den Halsschmerzprodukten. Neo Angin (Klosterfrau) kam auf 2,6 Millionen Packungen (plus 3 Prozent), Dorithricin (Medice) auf 1,1 Millionen (plus 1 Prozent). Rückläufig waren Mucoangin (Sanofi) und Lemocin (GSK). Unter den Halspastillen lag Ipalat (Pfleger) vor Isla Moos (Engelhard) und Emser (Siemens).

Hexal hatte erst vor wenigen Tagen mit ACC direkt ein Pulver auf den Markt gebracht, das ohne Wasser eingenommen werden kann, da es den Speichelfluss stimuliert. Der Hustenlöser für die Hosentasche kann ab 18 Jahren angewendet werden. Außerdem trommelt der Konzern erneut für sein im vergangenen Jahr eingeführtes Sinupret-Generikum Solvohexal.

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