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Celesio

Abschiedsscheck für Mähr

Berlin

Wolfgang Mähr hat für Celesio viel geleistet. Weil er 2001 die österreichische Genossenschaft Herba Chemosan an der Sanacorp vorbei zu den Stuttgartern lotste, durfte er danach das Großhandelsgeschäft in Deutschland übernehmen. 2006 wurde er in den Vorstand des Mutterkonzerns geholt, nach dem Ausscheiden von Dr. Fritz Oesterle war er im vergangenen Sommer für sechs Wochen sogar Interimschef. Jetzt geht er – mit goldenem Handschlag.

Der Aufsichtsrat hat heute den Auflösungsvertrag abgesegnet. Ende September scheidet Mähr damit aus dem Konzern aus. Aufsichtsratschef Profesor Dr. Jürgen Kluge dankte Mähr kurz und knapp für „sein großes langjähriges Engagement für das Unternehmen“.

Weil die Anstellung eigentlich bis 2014 vereinbart ist, gibt es den bis dahin anfallenden Lohn offenbar als Abfindung: Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, sieht der Vertrag das Zweifache des Jahresgehalts als Abfindung vor. Bei einem Jahresgehalt von 1,07 Millionen Euro wären das demnach 2,14 Millionen Euro.

Damit steigt die Summe, die Celesio seinen Ex-Vorständen zahlen muss, auf mehr als 17 Millionen Euro. Im November hatte der Spiegel berichtet, dass die Wechsel an der Konzernspitze bis dahin 15 Millionen Euro gekostet hatten. Alleine 9,1 Millionen Euro erhielt Oesterle, der Rest entfällt auf Finanzchef Dr. Christian Holzherr und Dr. Michael Lonsert, der für das Dienstleistungsgeschäft und Medco Celesio zuständig gewesen war.

Wie in anderen Konzernen auch wird der Vorstand des Pharmahändlers über eine Grundvergütung und eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente bezahlt. 2010 wurden insgesamt 7,5 Millionen Euro an den Vorstand gezahlt, davon 1,9 Millionen Euro an Grundgehältern und 5,4 Millionen Euro an Tantiemen.

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