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Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug

Wichtig vor Reiseantritt ist, dass der Druckausgleich funktioniert: Denn die Druckunterschiede, die durch die Höhe beim Fliegen entstehen, muss der Körper kompensieren können. Foto: Pixabay

Berlin - Sommerzeit ist Reisezeit: Viele Urlauber nutzen das Flugzeug, um ihr Reiseziel zu erreichen. Die Vorfreude auf die Auszeit vom Alltag ist groß: Doch was, wenn sich kurz von Reiseantritt Husten und Schnupfen ankündigen? Und warum ist man nach einem Flug häufig erkältet?

Die lang ersehnte Reise sagt man nur ungern ab. In den meisten Fällen spricht jedoch nichts dagegen, mit einer leichten Erkältung doch ins Flugzeug zu steigen. Wichtig ist, dass der Druckausgleich funktioniert. Denn die Druckunterschiede, die durch die Höhe beim Fliegen entstehen, muss der Körper kompensieren können. Das geschieht mithilfe der Ohren. Häufig macht sich der automatisch funktionierende Druckausgleich durch ein Knacken im Ohr bemerkbar. Durch Kau- und Schluckbewegungen wird so der Unterschied ausgeglichen, ohne dass es uns bewusst ist.

Bei einer Erkältung können jedoch die Schleimhäute anschwellen und die Nase kann verstopfen. Der Druckausgleich funktioniert dann unter Umständen nicht mehr automatisch. Dennoch lässt er sich häufig durch einige Tricks manuell herbeiführen: Durch Schlucken oder Gegenatmen bei zugehaltener Nase, wird das Knacken mechanisch herbeigeführt und der Druck ausgeglichen. Vor dem Flug sollte dies also unbedingt getestet werden, ob dies durchgeführt werden kann.

Funktioniert der Druckausgleich, steht dem Flug nichts im Wege. Es kann jedoch sein, dass sich Kopf- und Ohrenschmerzen während der Flugdauer einstellen. Wer zu Beginn des Fluges schon Schmerzen hat, muss mit einer Verschlimmerung rechnen. Die Dauer des Fluges ist übrigens nicht wichtig, da der größte Druckunterschied beim Start und der Landung zu Stande kommt. Ist der Druckausgleich behindert, kann es im Schlimmsten Fall zu Schäden im Innenohr kommen: Äderchen oder das Trommelfell können reißen und es kommt zu einem Barotrauma.

Um die Belüftung sicherzustellen und die Schleimhäute abschwellen zu lassen, kann es sinnvoll sein, ein abschwellendes Nasenspray zu benutzen. Dies sollte etwa eine Stunde vor dem Flug verwendet werden, damit die volle Wirkung bis zum Start gewährleistet ist. Bei Langstreckenflügen, sollte es auch zwischendurch verwendet werden, damit keine Probleme entstehen. Bei Mittelohrentzündungen ist dieser Ausgleich meist nicht mehr gegeben, daher sollte bei einer solchen Erkrankung der Arzt zu Rate gezogen werden, notfalls muss der Flug verschoben oder abgesagt werden, damit keine Folgeschäden drohen.

Häufig klagen Urlauber nach dem Flug über Halsschmerzen, manchmal folgt auch eine Erkältung. Grund dafür ist die trockene Luft in der Kabine. Diese begünstigt das Keimwachstum. Viren und Bakterien können sich leichter auf die Schleimhäute setzen und vermehren. Häufig läuft zusätzlich die Klimaanlage auf Hochtouren. Dadurch wird jedoch nicht nur die Temperatur herabgesenkt: Kalte, trockene Zugluft trocknet die Schleimhäute weiter aus. Die Durchblutung sinkt und die körpereigene Abwehr kann nicht mehr optimal arbeiten. Klimaanlagen können außerdem Viren, Pilze oder Bakterien, die sich im System befinden, über den Luftstrom verteilen.

Wichtig ist es deshalb, während des Flugs ausreichend zu trinken und die Schleimhäute feucht zu halten: Schluckweise getrunkenes Wasser oder Tee und Lutschtabletten oder Kaugummis können helfen. Sie befeuchten nicht nur die gereizten Schleimhäute, sondern führen auch einen verbesserten Druckausgleich herbei. Besonders geeignet sind Lutschtabletten, wie beispielsweise GeloRevoice, die den Rachenraum mit einem Hydro-Depot befeuchten und den Sekretfilm wiederherstellen. Bei trockenen Augen sind auch befeuchtende Augentropfen sinnvoll. Für die Nase eignen sich Nasensprays mit Panthenol. Die passende Kleidung besteht aus mehreren Lagen: Das Zwiebelprinzip zahlt sich aus, wenn die Temperaturen in der Kabine zu kalt werden, oder Zugluft vorhanden ist.

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