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Deutscher Apothekertag

Spahn beim DAT: Der Live-Ticker

München - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zu Besuch bei den Apothekern. Verfolgen Sie im Liveticker den Lagebericht von ABDA-Präsident Friedemann Schmidt und im Anschluss die mit Spannung erwartete Rede von Spahn. Danach stellt sich der Minister der Diskussion mit den Apothekern.

15:43 Ende

15:39 Letzte Frage: Peter Froese. Digitalisierung. Natürlich. Spahn: „Ganz so, wie Sie sich das mit Ihrem eRezept vorgestellt haben, machen wir es nicht. Aber das haben Sie wohl auch nicht erwartet.“

15:37 Warum sind apothekenpflichtige Dienstleistungen nicht abrechenbar. Warum kommt das nicht mal in den Gemeinsamen Bundesausschuss? Weil, sagt Spahn, er lieber schneller eine Lösung haben möchte.

15:36 Das BMG macht gerade eine Studie zum Thema Blistern.

15:32 Spahn hat eine Frage vergessen. „Man wird ja nicht jünger.“ Mal wieder ein Lacher. Ach ja, das Gutachten. Und beim Thema Honorar habe er ja nun schon mehrfach gesagt, dass er über die Leistungen und die Vergütung reden will.

15:30 Noch zehn Minuten, mahnt Schmidt. Und noch kein Fragender hat die zwei Minuten gerissen. Verfluchte Disziplin.

15:27 Apothekerin Dr. Kerstin Kemmritz aus Berlin spricht mal Nullretaxationen an und Quoten, die erfüllt werden müssen. Die Politik soll nicht immer alles auf die Selbstverwaltung abschieben. Und: „Als Gesundheitsminister würden Sie sagen, kein Fremdbesitzverbot. Was würden Sie sagen, wenn Sie Kanzler sind?“ Doch auf hypothetische Fragen wie die letzte will Spahn nicht antworten. Er ist ja auch nicht verrückt geworden. Über Honorare will er reden.

15:24 Hamburgs Kammerpräsident Kai-Peter Siemsen fragt nach Honorar und dem Rx-Versandverbot. Spahn sagt, die Apotheken seien in den ersten sieben Monaten nicht im Hauptfokus gewesen. Aber jetzt geht er es an. Und er sagt es wieder: Zunächst müsste man über das 2hm-Gutachten sprechen, man könne es ja auch „abräumen“.

15:21 Spahn zur Honorarreform: „Entweder wir finden was zusammen oder ich traue mich alleine.“

15:20 Die Approbationsordnung hat sich Spahn – von den Studenten befragt – ehrlicherweise noch nicht angeschaut. Aber mit ihm kann man ja über alles reden. Hat er schon gesagt.

15:12 BAH-Chef Jörg Wieczorek meldet sich zu Wort, was für Verwirrung sorgt. Die Apotheker hätten Spahn lieber für sich. Seine Frage: „Kommt mit Impfung in der Apotheke das Dispensierrecht für Ärzte? Und kommen Folgerezepte?“ Spahn: „Wenn die Arztpraxen voll sind und wir haben hier Kompetenz, warum nicht. Man müsse aber die Ärzte ins Boot holen“, weiß Spahn. Ja, das ist ja das Problem...

15:10 Spahn wird unterbrochen – wie bei Anne Will. Er bleibt bei seiner Antwort – wie bei Anne Will. Gelächter. Aber es hat funktioniert, Spahn wirkt erstmals nicht ganz so geschmeidig als er sagt, er sei ja erst sieben Monate im Amt.

15:08 Der nächste Fragende will jetzt mal was Konkretes zum Rx-Versandverbot hören. Es steht so im Koalitionsvertrag, wie es drin steht. Aber da sei er nicht dabei gewesen. „Ich mache keine Versprechungen, wenn ich nicht sicher bin, dass ich das nicht halten kann.“

15:05 Eben noch das Protestplakat gehalten, jetzt die erste Frage: Saarlands Kammerpräsident Manfred Saar läuft heiß. Kaum setzt er an, tönt der 2-Minuten-Gong. Gelächter. Saar zieht es durch und spricht Spahn auf den grenzüberschreitenden Handel an. Spahn meint, dass sich die deutsche Regierung die Regelung ja nicht ausgesucht habe. Aber die fehlende Aufsicht in Apotheken will er sich anschauen.

15:04 Schmidt übernimmt die Moderation und startet mit einem Witz in die Diskussionsrunde. Variante A: Er, Schmidt, hat die ersten 50 Fragen und die anderen dann noch ein paar Minuten. Variante B: Gleich Forum. Spahn wählt B. Redezeit begrenzt auf 2 Minuten.

15:03 Spahn wird aufrüttelnd: „Ich freue mich auf die Diskussion!“ Der Applaus ist allerdings endenwollend.

15:02 In den nächsten Wochen will Spahn ein Paket fertig machen. Mit ihm könne man streiten, aber auch viel bewegen, kündigt Spahn an.

15:01 Und auch wenn die Apotheker das nicht hören wollten. Man müsse auch über das 2hm-Gutachten reden. „Es liegt nun einmal auf dem Tisch.“ Man könnte es auch wegschmeißen, sagt das Gemurmel im Saal zusammen.

15:00 Spahn hat das Antragsbuch gelesen!!!! Und er möchte auch über Botendienst-Definitionen reden

14:59 „Ich kann mir auch vorstellen, dass in Apotheken geimpft wird.“ Dann müssen wir darüber reden, was und wie vergütet wird.

14:58 Die Apotheker sollen den Blick weiten. Es gibt mehr als ein Packungshonorar. Auch darüber will er reden und nicht in drei Jahren.

14:57 Der Versandhandel sei derzeit ungerecht und man werde sich das Rx-Versandverbot ansehen. Geraune im Saal. „Da können Sie ruhig stöhnen.“ Es gebe eben auch rechtliche Fragen und andere Ressorts, mit denen er sich abstimmen müsse. Aber in den nächsten Wochen wird geredet.

14:56 Er weiß schon, dass das alles noch sehr allgemein ist. „Ich werde noch konkret.“ Da hat er seinen zweiten Lacher.

14:55 „Ich wohne in Berlin über einer Apotheke. Mit rotem A. Und jeden Morgen wenn ich gehe und jeden Abend wenn ich nach Hause komme, denke ich nur an Sie.“ Da hat er seinen ersten Lacher.

14:53 „Die beste Apotheke schafft es nicht, wenn es nicht irgendwo einen Arzt gibt.“ Und das rote Apotheken-A sei ein Stück Heimat für viele.

14:51 Vierter Punkt: Flächendeckende Versorgung. „Heimat ist da, wo ich mich nicht erklären muss. Wo es eine hohe kulturelle Sicherheit gibt.“ Bei aller Beschleunigung im Digitalen sei auch Beständiges wichtig.

14:49 „Kein Fremd- und Mehrbesitz, solange ich Gesundheitsminister bin.“ Applaus, der aber wohl angesichts der anstehenden Landtagswahlen und der wackligen Regierung eher verhalten ausfällt.

14:48 Dritter Punkt: Der Apotheker in seiner Apotheke. Der Satz sei ihm irgendwie hängen geblieben. Verantwortung am Ort und im Ort.

14:47 „Mich ärgert das bis heute, dass der Medikationsplan auf Papier sein soll. Er funktioniert auch nicht besonders toll.“ Er freut sich, dass die Apotheker mitmachen. „Dabei muss sichergestellt werden, dass die freie Apothekenwahl erhalten bleibt.“

14:46 Investitionen in die Datenautobahnen seien nicht alle umsonst gewesen. Jetzt geht es um Anwendungen (und dann auch um Vergütung).

14:45 Bei den Ärzten sehe man – Stichwort Fernverordnung, dass man Dinge, die aus dem Ausland kommen, nicht kontrollieren könne.

14:42 Spahns zweiter Punkt: Digitalisierung. Er will, dass die Branche selbst gestaltet und es nicht von außen kommt.

14:40 „Zum Thema Arzneimittelsicherheit zählt für mich auch Liefersicherheit.“ Und über Engpässe spreche man oft. „Natürlich müssen wir auch über Rabattverträge reden.“ Die stellt Spahn aber nicht grundsätzlich infrage, man müsse aber über die Ausschreibungen sprechen, damit nicht alle von zwei Wirkstoffherstellern in China abhängen.

14:38 Lob für die Apotheken, die die Valsartan-Skandal gehändelt haben. Wie die Apotheker die Verunsicherung aufgefangen hätten, habe er in der eigenen Familie erlebt. „Dafür einfach mal ein herzliches Dankeschön.“ Die Aufarbeitung stehe jetzt an.

14:35 Parallel gibt es eine Protestaktion im Saal: Schilder und Tücher werden hochgehalten: „Der Apotheker vor Ort ist ein Teil der Heimat“ und „Eine EU – ein Recht. AMPReisV für alle.“ Spahn geht nicht darauf ein.

14:35 Für Spahn heißt diskutieren auch diskutieren. Deswegen gibt es kein fertiges Konzept. Entscheidungen kämen nicht irgendwann, sondern in den nächsten sechs bis sieben Monaten etwas anstoßen.

14:33 Jetzt spricht Spahn, der sich auf die Diskussion freut.

14:31 Schmidt erinnert zur Anmoderation an Spahns vorherigen Auftritt beim DAT im Mutti-Pulli. Jetzt sei er wieder da und kein Minister vor ihm habe schon vom ersten Tag an so viel über Apotheken gewusst wie er.

14:31 Standing Ovations. Schmidt hat es mal wieder geschafft.

14:30 Schmidt fordert von Spahn ein Bekenntnis und Anerkennung. Die Erbsenzähler und Klugscheißer soll er in die Schranken weisen.

14:29 „Wer Teil der Heimat für andere sein soll, muss selbst eine sichere Heimat haben.“

14:28 Schmidt hofft, dass die Politik aus diesem Sommer gelernt hat.

14:26 Die Apotheker hätten geholfen. „Natürlich. Wir helfen immer.“

14:24 „Ganz besonders genervt sind wir vom GKV-Spitzenverband“. Die Kassen hätten im Valsartan-Skandal den Versicherten sagen sollen: Fürchtet euch nicht, keiner muss doppelt zuzahlen. Stattdessen habe der Verband Kürzungen bei Apotheken gefordert. Das sei an Frechheit nicht zu überbieten. Applaus und Buh-Rufe, die wohl dem Kassenverband gelten.

14:24 Jeder „volkswirtschaftlich gebildete Schreibtischtäter“ dürfen die Apothekern heute erklären, wie Arzneimittelversorgung funktioniert. Ein einziger Freitagnachmittag in der Grippesaison in einer Offizin sollte diese Visionen kurieren.

14:23 „Wenn nicht bald etwas passiert, landen wir auf der Intensivstation.“

14:22 Das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, sei im Berufsstand stärker denn je.

14:19 Es gibt laut Schmidt zwar einen grenzüberschreitenden Arzneimittelhandel, aber keine grenzüberschreitende Apothekenaufsicht. Deswegen sei die Länderliste für den Versandhandel auch eine Schwachstelle. Recht, das nicht überwacht werde, sei kein Recht.

14:18 Aber der Nachwuchs habe Angst, ob kleine inhabergeführte Unternehmen noch politisch unterstützt würden. „Es fehlt das Grundvertrauen.“

14:15 Apotheker hätten keine Angst vor Veränderungen, das sei schnell der Vorwurf. „Wir sind 1000 Jahre alt. Dieser Beruf wäre nicht 1000 Jahre alt geworden, wenn wir Angst vor Veränderung hätten.“ Applaus.

14:13 zum Valsartan- und Lunapharm-Skandal: gemeinsamer Nenner: Wettbewerb um Kosten und Preise hat Sicherheit abgelöst.

14:12 Schmidt zum Bottrop-Skandal: Das ist widerwärtig und macht uns fassungslos.“

14:11 Apotheker denken in Strukturen, dafür werden sie als rückständig und starrköpfig missverstanden, moniert Schmidt. Die Wahrheit ist: „Unsere Fehler können Menschen töten.“

14:10 „Ich will darüber reden, was uns Sorgen macht“, sagt Schmidt. Es sei ein „Angriff auf unsere professionellen Werte“

14:08 Schmidt verspricht, sich kurz zu halten. Schließlich will man später noch mit Spahn diskutieren.

14:02 Schmidt begrüßt

14:00 Zuerst kommen die Bürgermeister zu Wort, die die Apotheke vor Ort loben. Eine neue Kampagne der ABDA.

13:59 Der Saal ist voll und die Stimmung aufgeregt.

13:57 Blitzlichtgewitter im Saal in Halle C6 der Messe München. Der Minister ist schon da. Die Durchsage: Bitte Plätze einnehmen, in drei Minuten geht es los.

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