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Sonnenschutz

Apotheker loben Daylong – aber lieben Ladival

Berlin - Der Frühling ist da, die Schönwettersaison eröffnet. In der Apotheke steigt die Nachfrage nach Sonnen- und Mückenschutzmitteln. Welche Produkte im Trend liegen, zeigt die aktuelle APOSCOPE-Studie „Repellents, Sonnenschutz, Reiseapotheke. Saison 2018: Was ist gefragt, was wird empfohlen?“

Bäder raus, Sonnenschutz rein: Im Frühjahr beginnt in den Apotheken das großen Umräumen. Werden außerhalb der Saison in drei von vier Apotheken nur bis zu fünf Regalmeter mit Sonnenschutzprodukten belegt, sind es in der Hauptsaison teilweise bis zu 20 Regalmeter. Dann haben die Apotheken auch nicht mehr nur eine oder zwei Marken im Angebot, sondern bis zu acht verschiedene Hersteller.

Marktführer Ladival ist laut Studie in 79 Prozent der Apotheken zu finden, Eucerin in 60 Prozent und La Roche-Posay in 56 Prozent. Avène, Daylong und Vichy folgen mit 40 bis 45 Prozent. In der Empfehlung liegt Ladival vor Daylong, dahinter folgen Eucerin, La Roche-Posay und Avène. Am häufigsten nachgefragt von den Kunden werden allerdings Daylong und Avène vor Eucerin, La Roche-Posay und Ladival.

Was die Produktqualität angeht, wird Daylong am besten bewertet: 43 Prozent der Apotheker und 47 Prozent der PTA vergeben die Note „sehr gut“. Auf dem 2. Platz folgt La Roche-Posay, Avène und Eucerin liegen gleichauf dahinter. Vichy liegt unter den großen Marken hinter Ladival.

Dass die Klassiker von Stada und Beiersdorf trotzdem in der Platzierung die Nase vorn haben, hängt mit dem (gefühlten) Preisvorteil zusammen: Ladival wird vor Eucerin das beste Preis/Leistungs-Verhältnis zugeschrieben, auch bei den von den Herstellern eingeräumten Konditionen werden beide Marken am besten bewertet. Die beste Gesamtnote teilen sich Avène und La Roche-Posay vor Ladival, Eucerin, Daylong und Dermasence.

Der Preis ist in den Beratungsgesprächen nicht das wichtigste Kriterium; wichtiger sind Produktqualität, Anwenderfreundlichkeit und Schutz vor Hautkrebs. Offenbar sind die Kunden auch bereit, in der Apotheke einen gewissen Betrag für guten Sonnenschutz auszugeben: Nur für 6 Prozent liegt die Schmerzgrenze bei 10 Euro, für weitere 34 Prozent bei 15 Euro. 43 Prozent der Teilnehmer sind aber überzeugt, dass die Kunden für Sonnenschutz in der Packung à 250 ml bis zu 20 Euro ausgeben würden.

Am häufigsten empfohlen werden Sonnenschutz für Körper (94 Prozent) und Gesicht (91 Prozent), dahinter folgen After-Sun-Produkte (75 Prozent), Sonnenschutz für die Lippen (66 Prozent) und Mittel gegen Sonnenbrand (65 Prozent). Populärste Applikationsformen sind Sprays (84 Prozent) vor Cremes sowie Milch/Balm/Fluid (75 Prozent) und Gel (71 Prozent). Bei Pflegeprodukten nach dem Sonnenbad sowie Mitteln gegen Sonnenbrand liegt Panthenol als Wirkstoff vorne; Aloe Vera als Zutat können die PTA, nicht aber die Inhaber etwas abgewinnen.

Weitere Fragen drehen sich um die Themen Bevorratung, Kriterien bei der Entscheidung für eine Marke und Verkaufsargumente. Der zweite Teil der Studie beschäftigt sich mit Repellentien, übergreifend wurde außerdem nach Apothekenexklusivität und Reiseapotheke gefragt.

An der Befragung am 29. März 2018 nahmen 309 Personen teil. Eine durchschnittliche Befragung dauerte 25 Minuten. Ausgewertet wurden die Antworten von 39 Inhabern/Apothekenleitern, 14 Filialleitern, 67 angestellten Apothekern und 189 PTA. 241 Befragte waren weiblich, 68 männlich. Die vollständige Studie, Analysen und Grafiken, Tabellenband und Management Summary kann hier kostenpflichtig bestellt werden. APOSCOPE betreibt Online-Marktforschung im Apotheken- und Pharmamarkt und verfügt über ein verifiziertes Expertenpanel aus Apothekern und PTA.

Knapp 90 Millionen Euro werden pro Jahr laut QuintilesIMS mit Sonnenpflegeprodukten in den Apotheken umgesetzt (Apothekenverkaufspreise, AVP). Mehr als 80 Prozent des Marktes entfallen auf Sonnenschutz, der Rest auf Après-Lotionen und Nahrungsergänzungsmittel. Selbstbräuner sind zu vernachlässigen. Unter den Sonnenschutzmitteln werden drei Viertel für Erwachsene gekauft, allerdings weisen Produkte für Babys und Kinder ein größeres Wachstum auf. Fast die Hälfte entfällt in diesem Segment auf Produkte mit einem Lichtschutzfaktor von 30+, weitere 40 Prozent auf 20+. Generell ist in der Apotheke ein Trend zu medizinischen Produkten zu erkennen. Insgesamt gibt es 830 verschiedene Sonnenschutzprodukte in der Offizin.

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