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Apo-Tipp

Zuzahlungsregelungen

Endlich 18 – Ab jetzt 5 Euro bitte

Je nachdem wie teuer ein Medikament ist, muss der Patient eine Zuzahlung zwischen fünf und zehn Euro leisten. © Foto: shutterstock.com / bizroug

Die meisten Jugendlichen können es kaum erwarten volljährig zu werden. Es bedeutet für sie Unabhängigkeit und die Möglichkeit selbst über ihren Tagesablauf zu entscheiden. Dass der 18 Geburtstag aber nicht nur das Portemonnaie füllt, sondern auch Geld kostet, bemerken die Geburtstagskinder meist eher später. Auch in der Apotheke werden sie ab sofort zur Kasse gebeten. Aber nicht bei allem.

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Anlage II AM-RL

Lifestyle-Arzneimittel zulasten der GKV

Anlage II der AM-RL enthält Medikamente, die eine Erhöhung der Lebensqualität zum Ziel haben. Eine Abrechnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht möglich – mit wenigen Ausnahmen. © Foto: APOTHEKE ADHOC

Unter Lifestyle-Arzneimitteln werden Präparate zur Steigerung der Lebensqualität verstanden. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem gewisse Mittel zur Gewichtsreduktion, Nikotinersatzpräparate, Präparate bei sexueller Dysfunktion und Mittel zur Verbesserung des Aussehens. Im Normalfall übernimmt die Kasse die Kosten für solch eine Behandlung nicht – doch es gibt Ausnahmen.

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Achtung Unwirtschaftlichkeit 

Gleiche Rezeptur in zwei Gefäßen

Eine Rezeptur, aufgeteilt in zwei Abgabegefäße: Was ist zu beachten? © Foto: APOTHEKE ADHOC

Ab und an kommt es vor, dass ein und dieselbe Rezeptur doppelt auf einer Verordnung rezeptiert wird. Dieses Verordnungsverhalten resultiert nicht selten aus dem Kundenwunsch nach mehr Flexibilität – ein Primärgefäß für daheim und eins für unterwegs. Doch ganz so einfach kann die Apotheke es dem Patienten nicht machen, ansonsten riskiert sie einen Retax.

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L-Thyroxin, Buprenorphin & Co.

Substitutionsausschlussliste – (k)ein Austausch möglich

Austausch verboten: Bei den genannten Wirkstoffen muss durch den Arzt kein „aut idem Kreuz“ gesetzt werden. Geltende Rabattverträge müssen nicht berücksichtigt werden.

Seit 2016 darf in der Apotheke bei Rezepten mit Arzneimitteln der Substitutionsausschlussliste grundsätzlich nur das tatsächlich namentlich verordnete Präparat abgeben werden. Kommt es zu Lieferschwierigkeiten, so ist Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Nur durch schriftliche Änderungen durch den Verordner kann ein Alternativmedikament abgegeben werden. Bei Betäubungsmitteln mit unterschiedlicher Applikationshäufigkeit gelten abweichende Regelungen. Auch verfügbare Importe müssen beachtet werden. Um einen Retax zu vermeiden, sollte man nach einem festgesetzten Schema vorgehen und auf schriftliche Arztkommunikation setzen.

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BtM-Rezept

Retaxgefahr wenn das „A“ fehlt

Versäumt der Arzt das Aufbringen des „Höchstmengen-A“ auf dem BtM-Rezept, darf retaxiert werden – auf Null, weil die Verordnung nicht ordnungsgemäß ausgestellt wurde. © Foto: APOTHEKE ADHOC

Verschreibungsfähige Betäubungsmittel (BtM) dürfen in einem definierten Zeitraum nur bis zu einer bestimmten Höchstmenge verordnet werden. Durch einen speziellen Vermerk darf der Arzt von der maximalen Menge für den Zeitraum von 30 Tagen abweichen. Solche Überschreitungen müssen durch den Zusatz „A“ gekennzeichnet werden, genauso wie die Verordnung von mehr als zwei Präparaten auf demselben Rezept. Fehlt dieser, droht der Apotheke eine Retaxierung. Ein Einspruch kann sich lohnen, denn die bewusste Überschreitung der Höchstmenge muss bei Rezeptvorlage für die Apotheke leicht erkennbar sein.

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Nicht lieferbar

Mehrkosten – wer zahlt?

Normalerweise zahlen Patienten entstehende Mehrkosten selbst. Wer nicht aus eigener Tasche zahlen will, der kann alternativ auch mit einem anderen Arzneimittel versorgt werden, für das keine Aufzahlungen fällig werden. Die Voraussetzung: Das Alternativpräparat ist als therapeutisch gleichwertig eingestuft.

Ist ein Arzneimittel nicht lieferbar, so muss die Apotheke ein anderes Präparat abgeben. Kommt es zu einer Versorgung oberhalb des Festbetrages, so entstehen Mehrkosten. Diese müssen beglichen werden – je nach Grund der Alternativabgabe entweder von der Kasse oder vom Patienten selbst.

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Nur die Hälfte

Retaxgefahr: Künstliche Befruchtung

Kosten und Abrechnung bei einer künstlichen Befruchtung: Frauen zwischen 25 und 40 Jahren steht eine Kostenübernahme zu. Betreffen die Behandlungskosten den männlichen Partner, so greift §27a SGB V bis zum 50. Lebensjahr.

Viele ungewollt kinderlose Paare suchen Hilfe in sogenannten Kinderwunschsprechstunden in spezialisierten Praxen. Eine Kinderwunschbehandlung ist für die Partner kostenintensiv. Kommt es zur Verordnung von follikelstimulierenden Hormonen, so muss auch die Apotheke auf gewisse Dinge achten, damit die Belieferung nicht zur Retaxfalle wird. Für den Patienten kann ein Wechsel der Krankenkasse Sinn machen – diese übernehmen unterschiedlich hohe Anteile. Ebenfalls interessant: Auch die Bundesländer beteiligen sich unter bestimmten Voraussetzungen an den Behandlungskosten.

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Pflaster & Co. 

Abgabehinweise für Verbandmittel

Verbandmittel, also Medizinprodukte, werden oftmals zur Anwendung von Hilfsmitteln benötigt – es liegt nahe, dass der Arzt beides auf einem Rezept verordnet. Eine Belieferung von solchen Mischverordnungen ist allerdings nicht möglich.

Verbandmittel sind keine Arzneimittel, keine Hilfsmittel und keine Pflegehilfsmittel. Dennoch dürfen die Produkte zu Lasten der Kasse abgerechnet werden. Die Produktgruppe gehört zu den CE-geprüften Medizinprodukten. GKV-Versicherte haben einen Anspruch auf Versorgung mit Pflaster, Binde & Co. – Verbandmittel unterliegen nicht der Substitution und auch nicht der Importquote.

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Sonder-PZN 02567024

Darf der Apotheker noch pharmazeutische Bedenken haben?

Stichwort „Substitutionsausschlussliste“ – in dieser Liste legt der Gemeinsame Bundesausschuss fest, für welche Wirkstoffe in der jeweils betroffenen Darreichungsform ein generelles Austauschverbot gilt.

Ältere Kollegen berichten Berufsanfängern gerne von der Zeit vor den Rabattverträgen. Damals, als man noch abgeben konnte „was man wollte“. Hiermit meinen die erfahrenen Apotheker und PTA den möglichen Austausch von Hersteller oder Darreichungsform. Auch heute kann die Sonder-PZN für pharmazeutische Bedenken genutzt werden – doch die achtstellige Zahlenabfolge allein reicht nicht aus.

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Veterinärmedizin

Vorlage des Arztausweises reicht nicht

Vorlage des Tierarztausweises reicht nicht aus: Legt ein Tierarzt nur seinen Arztausweis vor, so kann kein Rx-Arzneimittel ohne weitere Dokumentation abgegeben werden. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Tierarzneimittel oder um ein Humanarzneimittel handelt. © Foto: shutterstock.com/Happy monkey

In der Apotheke kommt es ab und an vor, dass ein Arzt nach Vorlage seines Arztausweises ein Rx-Arzneimittel verlangt. Soweit, so gut. Kommt aber ein Tierarzt in die Offizin und verlangt nach Vorlage seines veterinärmedizinischen Ausweises ein verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel, kann keine Belieferung erfolgen. Der Grund: Die strengen Dokumentationsregeln bei der Abgabe von Tierarzneimitteln in der Apotheke.

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