ICHTHOLAN® Zugsalbe

Die schwarze ICHTHOLAN®-Zugsalbe überzeugt nicht allein durch langjährige Erfahrung bei Hautentzündungen und die gute Hautverträglichkeit.
Die antibakterielle, antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung von ICHTHOLAN® (Ammoniumbituminosulfonat, ICHTHYOL®) wurden zudem in Studien nachgewiesen.
 

Antibakterielle Wirkung

Bei der Therapie bakterieller Hautinfektionen punktet der Wirkstoff ICHTHYOL® durch die effektive Wirkung gegen hautpathogene Keime.

Entzündungshemmende Wirkung

Verschiedene Untersuchungen belegen: Bituminosulfonate vermitteln ihre antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung durch Eingriffe in den Arachidonsäure-Metabolismus:

  1. Hemmung der 5-Lipoxygenase (5-LOX) und dadurch reduzierte Freisetzung des Entzündungsmediators Leukotrien B4 (LT-B4).
    Leukotriene treten vermehrt in der Haut von Patienten mit entzündlichen Dermatosen auf.

  2. Hemmung der Freisetzung des Arachidonsäure-Derivates 5-HETE.
    5-HETE spielt eine wichtige Rolle in Entzündungsprozessen.

  3. Hemmung der Cyclooxygenase (COX) und subsequente Reduktion der Prostaglandin-Freisetzung.

 

Schmerzlindernde Wirkung

Auch die schmerzlindernde Wirkung von ICHTHOLAN® 50 % kann über den Eingriff in den Arachidonsäure-Metabolismus erklärt werden. Diese wird insbesondere über die Hemmung der COX vermittelt.

Zugwirkung

Der Wirkstoff lockert die Hautbarriere und fördert die Durchlässigkeit, weshalb Eiter leichter an die Oberfläche gelangt.

3 verschiedene Stärken für die individuelle Behandlung von Hautentzündungen. Welche Stärke wird bei welcher Indikation eingesetzt?

Grundsätzlich gilt: nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen! Wie bei jedem Arzneimittel sollte so viel Wirkstoff wie nötig, aber so wenig wie möglich eingesetzt werden.

  • Bei oberflächlichen Entzündungen bekämpfen ICHTHOLAN® 10 % und 20 % Bakterien und die Entzündung. Die Haut wird dabei aber nicht unnötig strapaziert. ICHTHOLAN® 10 % kann auf besonders empfindlichen Hautarealen eingesetzt werden.
  • Wenn sich Eiter tiefer in der Haut angesammelt hat und die Entzündung bereits stärker ausgeprägt ist, lockert ICHTHOLAN® 50 % die Haut stärker auf, der Wirkstoff kann tief eindringen und der Eiter gut abfließen.

Die Tabelle gibt eine Übersicht über die verschiedenen Einsatzgebiete der jeweiligen Stärke:

Generell ist zu beachten: Es sollte niemals an einer eitrigen Entzündung herumgedrückt werden. Erreger könnten dadurch ungewollt verteilt werden. Bei Verschlechterungen sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Anwendungsgebiete im Detail:

ICHTHOLAN® 10 % – bewährt bei …

Rasierpickeln

Beim Rasieren des Gesichtes, der Beine, der Brust oder des Intimbereiches kommt es oft zu kleinen Verletzungen der Haut. Bakterien können so in die Haut eindringen und zu einer eitrigen Entzündung, dem Rasierpickel, oder sogar einem tiefergehenden Abszess führen.
Daher sollte schon bei den ersten Anzeichen einer Entzündung behandelt werden.
Für die empfindliche Haut z. B. im Gesicht oder im Intimbereich empfiehlt sich ICHTHOLAN® 10 %. Für Rasierpickel in weniger empfindlichen Hautarealen eignet sich ICHTHOLAN® 20 %.

ICHTHOLAN® 20 % – bewährt bei …

Nagelbettentzündungen

Zu enges Schuhwerk, falsche Nagelpflege sowie häufiger Kontakt mit scharfen Reinigungsmitteln und Nagellackentferner können Entzündungen im Nagelgebiet begünstigen. Bei einer Nagelbettentzündung ist meist der Bereich um den Nagel geschwollen, leicht gerötet und druckempfindlich. Sowohl Finger als auch Zehen können betroffen sein. Bei einer bakteriellen Infektion bildet sich nach einiger Zeit Eiter, der sich im Gewebe um den Nagel herum oder in schlimmeren Fällen auch unter dem Nagel ansammelt. Durch den zunehmenden Druck kann dies sehr schmerzhaft sein.

Schweißdrüsenentzündungen

Bei einer Schweißdrüsenentzündung gelangen Bakterien in die Schweißdrüsen und können eine umkapselte Eiteransammlung (Abszess) bilden. Besonders anfällig sind Hautregionen mit einer hohen Dichte an Schweißdrüsen, zum Beispiel die Achselhöhlen, Rücken sowie Genital- und Analbereich. Diese Hautregionen sind gleichzeitig sehr empfindlich, so dass Schweißdrüsenentzündungen in der Regel sehr schmerzhaft sind.
Symptome: Unangenehmes Druckgefühl, Schwellung der betroffenen Stelle, lokale Schmerzen, selten Fieber und Bewegungseinschränkungen. Begünstigt werden Schweißdrüsenentzündungen durch vermehrtes Schwitzen, Reibung durch zu enge Kleidung, Rasuren sowie Beeinträchtigungen des natürlichen Säureschutzmantels der Haut.
 

Haarbalgentzündungen

Eine Haarbalgentzündung (Follikulitis) ist eine häufig auftretende Entzündung des Haarbalges, meist ausgelöst durch eine bakterielle Infektion. Grundsätzlich können alle behaarten Hautregionen betroffen sein, wie Kopfbereich und Rumpf sowie alle Bereiche, an denen die Haut durch Kleidung gereizt wird. Häufig entstehen Haarbalgentzündungen am Körper durch zu enge Kleidung. Auch eingewachsene Bart- oder Körperhaare können zu Haarbalgentzündungen führen. Haarbalgentzündungen entstehen häufig durch kleine Verletzungen der Hautoberfläche. Die Bakterien (z. B. Staphylococcus aureus) dringen in die Haarfollikel ein und verursachen die Entzündung. Diese ist durch Rötung und Schmerz, gegebenenfalls auch durch Eiterbläschen auf der Haut gekennzeichnet. Da die Entzündung um das Haar herum entsteht, sieht es oftmals so aus, als ob das Haar das Eiterbläschen durchbohrt.
 

Entzündungen durch Splitter und Dornen

Kleine Rosendornen oder Splitter in der Haut sind beim Gärtnern oder Heimwerken keine Seltenheit. Bleibt der Fremdkörper länger unbemerkt in der Haut oder sind durch eine Verletzung Bakterien tiefer in die Haut eingedrungen, kann dies zu einer schmerzhaften Entzündung führen. Kann der Eiter nicht abfließen, sammelt er sich unter der Haut.

ICHTHOLAN® 50 % – bewährt bei …

Furunkeln

Furunkel sind schmerzhafte, verhärtete Schwellungen, die mit Eiterbildung einhergehen und im Durchmesser ein bis zwei Zentimeter groß sind. Sie können sich durch Ausdehnung von Haarbalgentzündungen entwickeln und sehr schmerzhaft sein. Der Eiter sollte schnellstmöglich an die Hautoberfläche gelangen können. Ansonsten besteht durch eine Ausbreitung der Bakterien das Risiko von Fieber oder weiteren Furunkeln.

Karbunkeln

Bei einer Haarbalgentzündung kann die Entzündung tief bis zum Haarfollikel reichen und sich auf das umliegende Gewebe ausbreiten. In dem Fall spricht man von einem sogenannten Furunkel, der mit beträchtlichen Schmerzen verbunden sein kann. Wenn mehrere Furunkel miteinander verschmelzen, entsteht ein Karbunkel.
 

Abszessen

Als Hautabszess wird eine abgekapselte Eiteransammlung unter der Hautoberfläche bezeichnet. Dabei ist ein Abszess aber nur ein üblicher Oberbegriff für eine Vielzahl von entzündlichen Eiteransammlungen. Eitrige Pickel beispielsweise sind kleinere Abszesse; bei Schweißdrüsen-, Haarbalg- oder Nagelbettentzündungen sitzen die Abszesse oft tief in der Haut. Das kann zu erheblichen Druckschmerzen führen. Vor allem bei einer Haarbalgentzündung kann die Entzündung tief bis zum Haarfollikel reichen und sich auf das umliegende Gewebe ausbreiten. In dem Fall spricht man von einem sogenannten Furunkel, der mit beträchtlichen Schmerzen verbunden sein kann.

1. Diezel, W., Schewe, T., Rohde, E., Rosenbach, T., and Czarnetzki, B.M., 1992. [Ammonium bituminosulfonate (Ichthyol). Anti-inflammatory effect and inhibition of the 5-lipoxygenase enzyme]. Hautarzt, 43(12): S. 772-4.

2. Czarnetzki, B.M., 1986. Inhibitory effects of shale oils (Ichthyols) on the secretion of chemotactic leukotrienes from human leukocytes and on leukocyte migration. J Invest Dermatol, 87(6): S. 694-7.

3. Schewe, C., Schewe, T., Rohde, E., Diezel, W., and Czarnetzki, B.M., 1994. Inhibitory effects of sulfonated shale oils (ammonium bituminosulphonates, Ichthyols) on enzymes of polyenoic fatty acid metabolism. Arch Dermatol Res, 286(3-4): S. 137-41.

4. Steinhilber, D., 2017. In vitro determination of lipoxygenase and soluble epoxide hydrolase inhibition by light sodium bituminosulphonate (Ictasol) - unveröffentlicht, Fraunhofer-IME-TMP, c/o Institut für Pharmazeutische Chemie, Max-von-Laue-Str. 9, D-60438 Frankfurt. S. 1-6.

ICHTHOLAN® 10 % / 20 % / 50 %, Salbe • Zur Anwendung auf der Haut. Wirkstoff: Ammoniumbituminosulfonat. Zusammensetzung: 100 g Salbe enthalten: Ammoniumbituminosulfonat (ICHTHYOL®) 10 g / 20 g / 50 g. Sonstige Bestandteile: ICHTHOLAN® 10 % / 20 % / 50 %: Gelbes Vaselin, Wollwachs, gereinigtes Wasser; ICHTHOLAN® 50 % außerdem: Mikrokristalline Kohlenwasserstoffe (C40- C60). Anwendungsgebiete: ICHTHOLAN® 10 %: Oberflächliche entzündliche Erkrankung der Haut; ICHTHOLAN® 20 %: Zur Reifung von Furunkeln und oberflächlich abszedierenden Prozessen; ICHTHOLAN® 50 %: Zur Reifung von Furunkeln und abszedierenden Prozessen, zur unterstützenden Behandlung bei Gonarthrose sowie bei Prellung, Verstauchung. Gegenanzeigen: ICHTHOLAN® 10 % / 20 % / 50 %: Überempfindlichkeit gegen sulfonierte Schieferöle, wie z. B. Ammonium-und / oder Natriumbituminosulfonat und / oder einen der sonstigen Bestandteile; ICHTHOLAN® 10 % außerdem: spezifische entzündliche Hautkrankheiten; ICHTHOLAN® 10 % und 20 %: Schwangerschaft und Stillzeit. Kontakt mit den Augen vermeiden. Nebenwirkungen: Selten (< 0,1 %) Unverträglichkeitsreaktionen der Haut (heftiges Jucken, Brennen, stärkere Rötung); ICHTHOLAN® 50 %: in seltenen Fällen (< 0,1 %) Blasenbildung, Kontaktallergie. Warnhinweis: Enthält Wollwachs und Butylhydroxytoluol. Packungsbeilage beachten. Apothekenpflichtig. ICHTHYOL-GESELLSCHAFT Cordes, Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG • Sportallee 85 • 22335 Hamburg