Symptome

Nach dem Stich durch eine infizierte Mücke vergehen zwischen sechs Tagen und sechs Wochen, bis sich Symptome zeigen. In seltenen Fällen kann die Inkubationszeit bis zu 120 Tage betragen. In jedem Fall ist eine Malariadiagnostik bei unklarem Fieber notwendig, da eine Malaria bis zu vier Monate nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet auftreten kann [1].

Die Vermehrung des Parasiten in Leber- und Blutzellen führt zu den grippeähnlichen Symptomen der Infektion, die sich durch Abgeschlagenheit, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Fieber mit und ohne Durchfälle äußert.

  • Bei der Malaria tropica fehlt das rhythmische Wechselfieber, das bei den beiden durch andere Plasmodienstämme verursachten weiteren Malariaformen Malaria tertiana und Malaria quartana alle 48 Stunden bzw. alle 72 Stunden auftritt [2]. Die unklare Fiebersymptomatik führt daher häufig zu Fehlinterpretationen der Symptome, was die notwendige Behandlung verzögert: bis zu 20 % der Unbehandelten sterben. Da die Milz die zerstörten Blutzellen abbaut, ist sie im weiteren Verlauf bei knapp einem Viertel der Patienten vergrößert. Auch die Leber, die vom hepatischen Entwicklungsstadium des Erregers betroffen ist, vergrößert sich bei etwa jedem siebten Betroffenen. Auch andere Organe können betroffen sein: Krampfanfälle und Bewusstseinsverlust bis zum Koma deuten auf den Befall des Gehirns hin. Zudem können Komplikationen an Lungen, Nieren und Gefäßsystem oder eine hämolytische Anämie sowie Kreislaufzusammenbrüche und Herzprobleme auftreten [2][3].

     

    Beobachten Reisende während oder nach dem Urlaub grippeähnliche Symptome, sollten sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um eine Malaria entweder ausschließen zu lassen oder aber rasch medizinisch behandeln zu lassen. Mit einer rechtzeitigen und wirksamen Malariaprophylaxe können sie das Infektionsrisiko jedoch minimieren und sicher und gut vorbereitet in den Urlaub starten.

Quellen

1 Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit: Leitlinie und Diagnostik der Therapie mit Malaria, 2015, S. 2f.

2 Robert Koch Institut: Malaria – RKI-Ratgeber für Ärzte.

3 Fritze, Eugen/May, Burkhard (Hrsg.): Die ärztliche Begutachtung: Rechtsfragen, Funktionsprüfungen, Beurteilungen, Beispiele, Springer: Heidelberg 1992, S. 361.